Von Stolpersteinen und anderen jüdischen Symbolen

Die selbsthassende amerikanische Jüdin Judith Butler durfte unter dem Beifall von 700 Zuhörern im Jüdischen Museum in Berlin ihren Hass auf Juden in Form des Israelboykotts verkaufen. Der Jüdische Sparringpartner und Professor für Pädagogik Brumlik wurde von ihr rhetorisch gekonnt niedergehalten.

Jüdische Symbole ziehen Antisemiten an, da Antisemiten hier eine dialektische Reinwaschung erhalten. Nicht alle jüdischen Einrichtungen eignen sich.

Nazis und andere Antisemiten würden sich kaum in einer Synagoge treffen, die regelmäßig von Juden frequentiert wird. Der jüdische Hausherr würde sie von der Polizei herauswerfen lassen, die ohnehin die Synagoge rund um die Uhr bewacht. Beispielsweise wurde wegen antisemitischen Zerwürfnissen vorsorglich die Hauptversammlung einer dem Namen nach projüdischen Organisation nicht in den Räumen der Synagogengemeinde Aachens abgehalten. Es genügte die Erwähnung des Rausschmisses, damit die Verantwortlichen von ihrem Vorhaben abließen, da sie eine Demaskierung befürchteten.

Antisemitische Agitationen vor Synagogen auf öffentlichen Plätzen werden nur dann von den Behörden verhindert, wenn die Akteure Rechtsextremisten sind. Geben sich die Antisemiten als Pazifisten, Antifaschisten oder neuerdings als Kinderschützer aus, so dürfen sie vor Synagogen demonstrieren, wobei zuweilen Mitglieder der Jüdischen Gemeinde am Spektakel teilnehmen, um die notwendige Weihe zu vermitteln. In Aachen findet beispielsweise ein jährliches Treffen vor der neuen Synagoge statt, um der alten 1938 an Luthers Geburtstag verbrannten Synagoge zu gedenken. Kritische Worte gegen Juden Israels fallen zu diesem Anlass bei vielen Teilnehmern auf offene Ohren.

Ähnliches ereignet sich bei Einsetzung von Stolpersteinen in öffentlichen Gehwegen. Weitläufige jüdische Verwandte aus Israel und den USA dienen der dialektischen Kulisse.

Vorstellbar, dass Antisemiten in einer Holocaust-Gedenkstätte in Deutschland ihren Bedürfnissen nachkommen. Unvorstellbar, dass sich dies in den USA oder Israel ereignet. Der Grund: Es gibt in Israel mehr Juden als Antisemiten. In den USA reicht die physische, juristische und finanzielle Kraft der Juden aus, um Antisemiten von solchen Vorhaben abzuhalten.

Juden in Deutschland sind eine schwache Minorität. Nur wenig mehr als 100.000 sind in jüdischen Gemeinden registriert. Die Gemeinden sind auf Transfusionen jüdischen Blutes aus Osteuropa und Israel angewiesen. Trotzdem nimmt ihre Zahl ab, da nach der Halacha zwar Jude ist, wer eine jüdische Mutter hat, und männliches Vollmitglied einer Jüdischen Gemeinde ist, wer beschnitten ist, praktisch jedoch derjenige Jude ist, der jüdische Enkel hat. Dies ist in Deutschland ein äußerst seltener Zustand.

Seit dem Raub jüdischer Güter durch die Nazis vor 80 Jahren sind die jüdischen Gemeinden verarmt. Vor 1933 wurde die Frankfurter Oper hauptsächlich von Juden subventioniert, heute eine wahnwitzige Vorstellung.

Somit verwundert es nicht, dass sich Antisemitismus in deutschen Einrichtungen mit jüdischer Symbolkraft ausbreitet. Es fehlen starke Juden, dies zu verhindern. In Berlin gibt es heute 12.000 registrierte Juden und nach Meinung der selbsthassenden amerikanischen Jüdin Judith Butler weitere 50.000 Israelis. Zur zentralen Demonstration in Berlin gegen ein Beschneidungsverbot kamen 300 Demonstranten, die Mehrheit keine Juden.

Welche Bedingungen sind notwendig, dass Antisemiten Orte und Einrichtungen mit jüdischer Symbolkraft besetzen?

Orte und Einrichtungen mit jüdischer Symbolkraft müssen in genügender Anzahl vorhanden sein.

Es muss eine genügend hohe Zahl aktiver Antisemiten vorhanden sein.

Die Zahl der Juden muss möglichst klein sein, am besten sind sie nicht existent.

Diese drei Bedingungen sind in Deutschland gegeben.

Was können die wenigen Juden in Deutschland tun, um antisemitische Auftritte in Orten und Einrichtungen mit jüdischer Symbolkraft zu minimieren?

Theoretisch könnten sie sich einigen, gemeinsam an einem Strang ziehen.

Praktisch sollen sie sich gegen den Bau neuer jüdischer Gedenkstätten einsetzen. Hierzu reichen wenige Juden an entscheidender Stelle. So konnte mit Unterstützung aus Aachen der Bau einer Synagoge in der nahe gelegenen Stadt Düren erfolgreich verhindert werden.

Jüdische Vereinigungen sollen propagieren, dass Juden an Juden-Gedenkveranstaltungen weder aktiv, noch passiv teilnehmen sollen, bei denen nicht sichergestellt ist, dass keine Antisemiten und Antizionisten an der Organisation beteiligt sind.

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