Klimaschutz ist kein Naturschutz

In der Mitte des Naherholungsgebietes Nordeifel, am Rande des Nationalparks, wird am Rursee ein Wasserspeicherkraftwerk gebaut werden. Einige lokale Bürger und Naturschützer wollen dies verhindern.

Um eine Aufgabe, hier der Bau eines gigantischen Wasserspeicherkraftwerkes, mit Erfolg zu bestehen, sind zwei Bedingungen zu erfüllen:

Die Umstände müssen gegeben und der politische Wille muss vorhanden sein.

Beginnen wir mit dem politischen Willen.

Alle maßgeblichen wichtigen Parteien befürworten den Bau des Wasserspeicherkraftwerkes am Nationalpark Eifel. Alle wichtigen Parteien haben sich für die Energiewende entschieden, da sie nach der Tragödie von Fukushima vernünftigerweise davon ausgingen, nicht mehr gewählt zu werden, wenn sie keine Atomkraftwerke abschalten würden. Zusätzlich haben sich alle maßgeblichen wichtigen Parteien verpflichtet, das ihrer Ansicht nach klimaschädliche, seit Jahrmillionen in verschiedensten Konzentrationen natürlich vorkommende CO2 zu reduzieren. Da unsere Zivilisation vom Energieverbrauch abhängt und weiteres Energiesparen den Pauperismus (Verarmung) weiter Bevölkerungsteile nach sich ziehen würde, was gesellschaftlich nicht akzeptabel ist, bleibt als einziger Ausweg der Ausbau erneuerbarer (= regenerativer) Energie.

Regenerative Energie ist eine Energie, die sich ständig erneuert, nie zu Ende geht. Nach den Naturgesetzen, die unser Universum beherrschen, geht keine Energie verloren. Doch hier geht es nicht um universales physikales Wissen, sondern um politischen Glauben. Der Glaube bestimmt, dass nur die biologische (Wind, Sonne, Wasser, Pflanzen) Energie regenerativ ist. Ob die biologische Energie mehr klimaschädliches CO2 hervorbringt als Atomkraftwerke ist politisch irrelevant.

Biokraftstoff ist für die Ausweitung des Hungers in der Welt verantwortlich. Über Energie liefernde Pflanzen spricht der gerne gewählt zu werdende Politiker zur Wahlzeit ungerne. Beschränken wir uns auf Sonne, Wind und Wasser.

Sieht man vom Bau der regenerativen Energie erzeugenden Anlagen ab, die aus unerfindlichen Gründen gut subventioniert sein müssen, um den Absatz zu sichern, scheint Energie aus Sonne und Wind kostenlos zu sein. Der Schwachpunkt dieser biologisch-regenerativen Energien liegt in ihrer für den Menschen nicht willkürlichen Verfügbarkeit. Der Mensch könnte ins Bett gehen und alle Lichter löschen, wenn sich die Nacht über die Sonnenergie sammelnden Dächer senkt, doch der uneinsichtige Bürger möchte auch nachts und sogar bei Windstille Energie verbrauchen! Deshalb muss bei Sonnenschein und Wind der gesamte Energietagesbedarf erzeugt werden, was zu bestimmten Zeiten (Sonne + Wind) Energieüberschüsse, zu anderen Zeiten (keine Sonne + Windstille) Energiedefizite bedeutet. Energiedefizite ließen sich mit Atom- und Kohlekraftwerke ausgleichen, jedoch …. (s. oben).

Um die biologisch-regenerative Energie dem Bedarf anzupassen, benötigen wir riesengroße Batterien, die es leider nicht gibt. Wasserspeicherkraftwerke lösen das Problem. Wenn zuviel Energie erzeugt wird, werden die Wasser des Sees hoch gepumpt, fehlt Energie, so lässt man das Wasser nach unten strömen. Wasserspeicherkraftwerke sind somit komplizierte architektonische Energiespeicher, die selber keinen Mikro-Joule an Energie erzeugen, aber viele Mega-Joules verprassen.

Selbst wenn alle maßgeblichen wichtigen Parteien sich für regenerative Energie von Wasserspeicherkraftwerken einsetzen, müsste das riesige Wasserspeicherkraftwerk nicht zwangsläufig in der Rureifel am Rand des Nationalparks platziert sein. Jedoch befindet sich die für den Bau beauftragte Firma Trianel GmbH im Besitz vieler Stadtwerke und hat nicht zufällig ihren Sitz in Aachen, unweit der Rureifel. Wolfgang Spelthahn, Landrat des betroffenen Kreises Düren mit Einfluss und Entscheidungsbefugnissen ist nicht zufällig Vorsitzender des Aufsichtsrates der Rurenergie GmbH. Am wichtigsten sind des Landrats politischer Wille und Ambitionen. Während französische Könige, Kaiser und Präsidenten Prachtbauten in und um Paris hinterließen, die die Stadt prägten, will der Landrat, der außerhalb der Eifel wohnt, Seen und Berge der Eifel versetzen! Paris hat an Attraktivität gewonnen …

Kurz zu den Umständen des Klimaschutzes, die sich aus Möglichkeiten und Notwendigkeiten zusammensetzen. Die Möglichkeiten müssen real, die Notwendigkeiten dürfen eingebildet sein.

Die Energiewende wurde in ganz Deutschland im Konsens vollzogen. Geografisch eignet sich der Rursee hervorragend zum Bau eines Wasserspeicherkraftwerkes. Mehr beschämend als störend ist die Nähe zum Nationalpark und die Tatsache, dass ein Teil dieses gestauten Sees dem Nationalpark unterstellt ist. Doch Klimaschutz ist nicht Naturschutz, Gesetze lassen sich ändern. Dass der Tourismus, von dem die Gegend bisher gut lebte, unter dem Bau und den Veränderungen leiden wird, ist bereits jetzt Thema finanzieller Entschädigungen.

Zwei Städte werden durch Lastwagen-Karawanen, die jeglichen Tourismus und jede Lebensqualität abtöten, schädlich getroffen, ohne Aussicht am Energie-Gewinn finanziell beteiligt zu sein: Heimbach und Nideggen. Der Rat der Künstler-Stadt Heimbach hat eindeutig und einstimmig gegen den Bau des Wasserspeicherkraftwerkes gestimmt, Nideggen schweigt, weil ein wichtiger Teil des Rates keine gewachsene Bindung zur Eifel kennt und keine Aussicht hat, die nächste Wahl zu überleben.

Hoffnung:

Es ist unwahrscheinlich, dass sich der Investor Trianel GmbH wegen stetig steigender Kosten vom Irrsinn zurückziehen wird, da Trianel von der öffentlichen Hand gespeist wird, die immer Wege findet, an das Geld der Bürger zu gelangen.

Ein wichtiger Teil der nahe am Wasserspeicherkraftwerk Wohnenden wird von der Verschandelung des Nationalparks profitieren. Grundstückspreise werden steigen! Bisher war es unmöglich, Bauland an junge Familien zu verkaufen, um frisches Blut an den Rursee zu locken. Nun fallen alle bürokratischen Hindernisse dank Klimaschutz.

Bleibt allein die Hoffnung, dass die Vernunft einige Kernkraftwerke überleben lässt, die Wasserspeicherkraftwerke überflüssig machen. Denn nicht Natur und Arbeitsplätze sind durch Klimaschutz-Wasserspeicherkraftwerke gefährdet, sondern die bürgerliche Demokratie. Die Nordeifel wird das Schicksal der Dritten Welt kennenlernen: Verlust an Arbeitsplätzen, Armut, Verschmutzung der Natur, Ausbeutung von Bodenschätzen und Abwanderung.

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Eine Antwort zu Klimaschutz ist kein Naturschutz

  1. A. Röck schreibt:

    Cand.-Ing. A. Röck: Niemals DIREKTE DEMOKRATIE, sage ich, seit ich diese verlogenen Einwände lese, wo k e i n e r uns eine Alternative sagen kann! Zahlen benötigen die natur-religiösen Fundamentalisten sowieso nicht. Oh- die Angler müssen eine Pegelschwankung in Kauf nehmen u. oh, wie gefährlich das sei! Dann bleibt mal nur noch in Eurer Hütte bei 15 Verkehrstoten/ Tag! Aber, wenn mal der Strom für Stunden ausfiele, (kein Wind) würden sie am lautesten schreien!
    I) Wer PSW- Gegner ist, ist WindKraftAnlagen (WKA)- Gegner u. PhotoVoltaik (PV) Gegner.
    II) Ziel 2050 der Bundes-Reg.: 50% WKA-Strom + 20 % PV-Strom + ca. 52 GW als PSW.
    Diese 3 Säulen sind DIE LÖSUNG !
    III) Ohne jegliche Abwärme: PSW-Gegner nehmen in Kauf: 64% Abwärme der AKW, also Flüsse-Erwärmung, 60% Abwärme der Gas-KW, u. 60% bei Kohle-KW), Chemie i.d. Luft, Fracking (Chemie im Grundwasser)!
    IV) PSW -Gegner nehmen auch die 26 angedachten Kohle-KW in Kauf, also Mio Lungen verrußen, verschwefeln, verkrebsen, (Verrußen auch meiner Wälder!). Also geradezu asozial, ohne jede Verantwortung für die Gesundheit von Mio. Menschen, für die Volksgesundheit, weil man lediglich den zusätzlichen See nicht sehen will! Ansonsten passiert ja nichts! „Der Investor“ ist erlogen, in Wahrheit ist die TRIANEL- GmbH eine Allianz aus vielen Kommunen. Die ganze Welt wird auf Dtl. schauen! In den intelligenten Ing. Kreisen will man sogar – mit Recht, 80% Windstrom in 2050!
    V) Beide Säulen sind sehr schwankend, also geht es niemals ohne die dritte Säule, ca. 34- 40 PSW, der Grösse des geplanten in Atdorf / Südschwarzwald (1400 MW für tägl. 10h. Das Hochpumpen dauert 14h).
    VI) Aber man glaubt es nicht, all` jene, die das 2. Jahr Schulphysik nicht bestehen würden, schreien hier laut dagegen! Deshalb: NIEMALS EINE OCHLOKRATIE zulassen- lieber Staat!
    VII) ALLE Parteien in Düsseldorf sind dafür, da sie den Überblick haben, nicht aber die Kleingeister, o h n e jede Verantwortung für den ganzen Staat!
    VIII) Man wird am Ende einen zusätzl. See (Oberbecken) haben u. er wird ein zusätzl. Ausflugsziel sein. Sollen wir für die Elektrizitätslehre einen Sportler-Club fragen? Mit einem Prof. vornedran, der ebenfalls die 10. Kl.asse Schulphysik nicht kann? Der sowieso gegen das PSW ist ? Solchen Typen der Sportler-Wellness-Schickeria wollt ihr die Verantwortung für elektr. Versorg. Dtl.`s übertragen ?
    IV) Die Prämissen: Dtl.` s elektr. Leistung ist nachts 20 GW, beginnt morgens mit 30 GW, beträgt von 11 .- 16 Uhr 82 GW, Differenz 52 GW (= 68 AKW !) und in diesen Stunden müssen a) also jetzt mit Gas u. Kohle 52 GW zugeschaltet werden, 2020 ohne Kohle u. 2060 ohne Gas !
    b) 7 GW haben wir eigene Wasserspeicher für 7 h, +
    c) 7 GW aus österr. Wasserverträgen, ohne Stundenbegrenzung; d.h., wenn in 60 J. das Gas ausgeht, dürfen wir dann gar nicht mit den Gas-KW rechnen!
    d) Also sind (52-14) = 38 GW nötig, mindestens für 5h; also 27 PSW der Grösse des geplanten in Atdorf; Tagelanger Wind u. Sonnenausfall noch gar nicht gerechnet.
    V) Mittels Lastverteilung auf mehr als 5 h des Tages lässt sich die Capacity C = 27 x 1,4 GW = 38 GW senken, also die Grösse u. Anzahl PSW; ABER NICHT; wenn wir tagelang ohne Wind u. Sonne sind.
    VI) Lastmanagement: Per Netzsignal 50 Mio Kühlschr. + hunderte EU-Kühlhallen einschalten, also tiefer vorkühlen bei Windstromüberschüssen, dann bei Flauten später einschalten; 43 Mio Waschmaschinen (vorerst selber) erst um 22 Uhr einschalten, später per Netzsignal; Edelstahlschmelzen u. ALU-schmelzen nur während hoher Wind + PV- Leistung einschalten;
    Das geht, denn man hat ja i.d. Zwischenzeit genug zu tun, z.B. das Bauxit für die ALU -Schmelze herzurichten!
    VII) Bei tagelangem Ausfall (Mehr, als 1 Woche) von Sonne u. Wind kommt eine Dr. Arbeit von 2011 (TU -München auf 200 PSW, je 1400 MW, je 10 h, also Atdorfer Grösse.
    VIII) Erkenntnisfindung: Das ganze Dummgeschwätz hier, viele Seiten lang, liesse sich vermeiden, wenn die Ignoranten sich im Bekanntenkreis einen Ing. suchen würden u. mit diesem diskutieren würden. Das werden sie nicht tun, denn die Wahrheit wollen sie doch gar nicht wissen! Ich bin ohne jede Hoffnung bei diesem Niveau! Nur Hoffnung auf die politische Intelligenz, also der pol. Repräsentanten! Deshalb, lieber Staat: Bitte noch viele Jahre keine DIREKTE DEMOKRATIE ! Denn dafür ist dieses Volk in 2012 noch lange nicht reif! 17.4.2013, A. Röck

    erbärmliches an den Haaren herbeiziehen. Die Fakten:

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