Aus der Dürener Zeitung vom Vortag

Es gibt nichts interessanteres als eine alte Tageszeitung, insbesondere wenn es die Dürener Zeitung ist. Die die Zeit überdauernden Artikel, von denen nicht viele vorhanden sind, gewähren tiefe Einblicke in die Weisheit der Redaktion, die außerhalb der Provinz unbekannt ist.

Am 6. August 2012 reagieren betroffene Dürener Ärzte in einem Leserbrief auf eine gut durchgeführte wissenschaftliche Studie, welche feststellt, dass Operationen bei Prostatakrebs in ihrer Mehrzahl unnötig sind.

Ein passiv Betroffener meint:

Wenn Ärzte sagen, dass die meisten Patienten sich am wohlsten fühlen, wenn sie den Krebs aus dem Körper haben, und Urologen ihren Patienten nahezu ausschließlich dazu raten, dann ist es kein Wunder, wenn überflüssig operiert wird.

Den Bandwurm-Satz, der im Lokalteil am 20.09.2012 verbrochen wurde, möchte ich keinem Germanisten vorenthalten:

Margit Göckemeyer, die Bürgermeisterin eben dieser Kommune, schilderte mit ihren Mitarbeitern eindringlich die Nöte, bevor der Minister sich von Luzia Schlösser die Burg erklären ließ, eher er mit den Begleitern währende einer kurzen Wanderung zur Jugendherberge die Schönheit der Landschaft auf Schusters Rappen erkundete.

Am 22.09.2012 lese ich ein mathematisches Rätsel, welches ich mit Lösung weitergeben will:

Die zwei diagonal sich gegenüberliegenden Felder eines Schachbrettes werden herausgesägt. Die verbliebenen 62 Felder sollen mit 31 Dominosteine von der Größe von 2 Schachfeldern vollständig bedeckt werden. Wie viel verschiedene Möglichkeiten gibt es? Warum keine?

Am selben Tag beweist die DZ großen Mut (Dummheit?)

Der ehemalige KZ-Arzt Aribert Heim ist 1992 in Ägypten gestorben. Er hat Häftlingen bei vollem Bewusstsein Organe entnommen. 1980 ist er zum Islam konvertiert.

Darf die Zeitung schreiben, dass ein Nazimörder Muslim, gar gläubiger Anhänger des Propheten wurde? Der Nazi, der nicht nur Juden quälte, soll den selben Glauben mit den Propheten Mohammed, Abraham und Jesus geteilt haben? Darf jeder Nazi Muslim werden? Muss er vorher Juden gemordet haben?

Ich sehe, wie Salafisten Aachener Zeitungsverlage anzünden.

In der Ausgabe vom 24. September 2012 wird ein provinzielles Thema angegangen.

Düren hat mehrere heruntergekommene Parkanlagen. Der Adenauer-Park ist für Hundehalter mit Hunden reserviert. Schlechte Menschen verstreuen dort Rattengift, damit die Hunde verenden.
Nun hat die CDU eine Adenauer-Skulptur im Adenauer-Park aufgestellt. Die Grünen sind dagegen. Ludwig Dowe, bekannter militanter katholischer Pazifist, argumentiert:

„Wir sind nicht gegen Konrad Adenauer. Wir stellen die Art und Weise in Fragen, wie die Skulptur in den Park gekommen ist [Ich vermute mit LKW und Kran, da der Stahlkoloss 3.500 kg wiegt]. Jede Verlegung von Stolpersteinen gehe schließlich ein Beschluss des Kulturausschusses und des Stadtrates voraus.“

Psychoanalytisch ein unguter Vergleich aus tiefem antisemitischen Herzen. Für jeden vergasten Juden braucht es eine Genehmigung, seiner zu gedenken, um auf ihn zu treten und zu spucken. Aufregung zwecklos, da L.D. sich keiner Schuld bewusst werden kann.

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