Der 130-jährige Friede

Am Sonntag, 12. November 2012, 15:00 Uhr im Haus der Städteregion, Zollernstr. 10, erhält Prof. Michael Wolffsohn in Aachen den begehrten und angesehenen Ehrenpreis der Deutsch-Israelischen Gesellschaft DIG Aachen e.V.. Selbst die Aachener Zeitung AZ wirbt mit einer Einladung, obwohl der jüdische Ehrenpreisempfänger als Israelfreund bekannt ist.

In einem Gastbeitrag in der AZ schreibt der am Sonntag geehrt Werdende, wie der ewige Friede im Nahen Osten erreicht wird. Jordanien, die Westbank und der Gazastreifen vereinigen sich zu einer Bundesrepublik Palästina, die dann mit Israel konföderiert. Zum Gelingen trägt die NATO bei, die den Frieden sichert wie seinerzeit zwischen den Erzfeinden Griechenland und Türkei.

Genial und historisch einfach! Wieso bin ich nicht darauf gekommen? Ich habe in alten Notizen gekramt und eine ähnliche Lösung gefunden, die ich aus Dummheit und Einbildung nicht wagte zu präsentieren. Ich glaubte damals nicht, dass irgendwer sich dafür interessieren würde, nicht einmal die AZ.

Zum genialen Vorschlag des Historikers Michael Wolffsohn habe ich drei unbedeutende Fragen, die den Lauf der Geschichte nicht aufhalten werden.

Ein Drittel der jetzigen Bevölkerung Jordaniens sind keine Palästinenser. Dieses Drittel bildet die politische und wirtschaftliche Elite Jordanien. Wa soll mit ihnen geschehen? Sollte man sie für den ewigen Frieden im Nahen Osten opfern und nach Saudi-Arabien zurück zu ihren Verwandten vertreiben oder werden sie ähnlich den Zigeunern als Flüchtlinge in Aachen Asyl genießen?

Die Bundesrepublik Palästina ist eine Republik, sehr vielleicht eine Demokratie, sicher kein Königreich! Für die einmalige Chancen eines wahren Frieden muss der Jordanische König abtreten. Soll er nach Landesbrauch erschossen oder erhängt werden? Im letzten Fall empfehle ich einen in Süddeutschland erstellten Baukran, der sich im Iran bestens zur Beseitigung der Homosexualität bewährt hat.

Um den Frieden zwischen den ehemaligen Erzfeinden und NATO-Verbündeten Griechenland und Türkei zu zementieren, hat die Türkei vor längst vergessener Zeit den Norden Zyperns militärisch besetzt und die griechisch-zypriotischen Einwohner vertrieben. Welche Insel sollen die Palästinenser zur Zementierung des ewigen Friedens im Nahen Osten erobern, um die dort lebenden Araber vom Joch der Juden zu befreien? Manhattan? Marseille?

Diese interessanten Fragen werden am Sonntag vom Bepreisten oder der Wirtschaftsredaktion der AZ beantwortet werden. Kommen Sie rechtzeitig, da der kleine Raum überquellen wird, und zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmittel, da sehr wenige Parkplätze vorhanden sind.

Lang lebe der alternativlose 130-jährige Friede zwischen Israel und Palästina!

Ein Hoch seinem historischen Erfinder Prof. Michael Wolffsohn!

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Eine Antwort zu Der 130-jährige Friede

  1. Page jun. schreibt:

    Lieber NW,
    Danke für diesen Beitrag!

    Die Passage mit den alten Notizen hat Heiterkeit ausgelöst.

    Es ist ja auch besser zu Lachen, deshalb:
    Klavan’s One-State Solution: Give the Middle East to the Jews:

    Alles Gute,

    CEP

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