Gemeinsames Christlich-Jüdisches Gedenken am 09.11.2012

http://www.paxchristi.de/news/kurzmeldungen/one.news.km/index.html?entry=page.news.km.900

pax christi – Kurzmeldung

Zum ungelösten israelisch-palästinensischen Konflikt, dem fehlenden Staat Palästina, sind weitere Kriegsgefahren im Mittleren Osten hinzugekommen.

Die weiteren Kriegsgefahren im Mittleren Osten werden in folgenden Ländern lokalisiert:

Iran, Jordanien, Kuwait, Bahrein, Saudi-Arabien, Ägypten,

Folgende Länder des Mittleren Ostens befinden sich bereits im Kriegszustand:

Türkei, Irak, Syrien, Libanon, Jemen, Libyen, Nordsudan.

Die Auflistung ist beinahe vollständig, da nur wenige Länder des Mittleren Osten nicht aufgeführt sind.

Christlich-bürgerliche Pazifisten in Deutschland interessieren sich für Juden, nicht für Araber. Zum einen leitet sich der christliche Glaube vom Judentum ab, zum anderen ist der von Deutschen ausgegangene Holocaust an die Juden auch nach Generationen nicht verarbeitet, falls dies überhaupt jemals sein wird. Deshalb überhöhen christlich-bürgerliche Pazifisten die Konflikte um Israel und vernachlässigen alle andere Kriege und Terrorakte der Umgebung. Selbst Massenmorde an arabischen Christen dringen nicht in ihr Bewusstsein.

Dadurch verlieren christlich-bürgerliche Pazifisten die Möglichkeit, Zusammenhänge zu verstehen, die für die Konfliktbewältigung notwendig sind. Die Konfliktbewältigung ist jedoch nicht die Lebensaufgabe dieser Pazifisten. Ihnen genügt es, die Rolle der Juden zu definieren, um Rückschlüsse auf ihren christlichen Glauben zu ziehen und um den Holocaust zu verarbeiten.

Für christlich-bürgerliche Pazifisten sind jegliche Ereignisse im Mittleren Osten bedeutungslos, wenn keine Juden darin vorkommen. Stellungnahmen zu innerarabischen Konflikten sind oberflächlich gefasst, betrachten nur den theoretischen pazifistischen Aspekt von Kriegen, ohne auf die brennenden Bedürfnisse der Leidenden einzugehen. Die realen oder erfundenen Leiden der Araber, die ihnen von Juden zugefügt werden, werden hingegen überaus gerne erwähnt, dienen jedoch keinesfalls dazu, den Arabern zu helfen. Die Leiden der Araber, ab real oder erfunden, dienen den christlich-bürgerliche Pazifisten einzig ihrer persönlichen Bewältigung des Holocaustes.

Die Leiden der einfachen arabischen Bevölkerung sind auch den arabischen Diktatoren gleichgültig, meistens gewollt. Um ihre Macht zu zementieren bedienen sich die Diktatoren des Judenhasses, den die ungebildete Bevölkerung, die lediglich antisemitische Zitate aus dem Koran kennt, freudig teilt. Sowohl in ihrer Zielsetzung, als auch in der Taktik ergänzen sich arabische Diktatoren und deutsche christlich-bürgerliche Pazifisten. Dass die einfache arabische Bevölkerung dadurch zerrieben werden, wird bewusst akzeptiert, falls das notwendige ethische Verständnis hierfür vorhanden ist.

Zur Bewältigung des Holocaustes gehört auch die Vorstellung des Gelingens. Ein angenehmer Schauer durchströmt die Holocaust bewältigende Pazifisten, wenn sie arabischer und muslimischer Länder gedenken, die judenfrei sind. So wird der Boykott von Waren verständlich, die von Juden in der Westbank hergestellt werden. Dass arabische Palästinenser durch den Boykott ihres Lebensunterhaltes beraubt werden, wird als Kollateralschaden gerne akzeptiert, da sich dadurch der Hass der Araber auf Juden verstärken lässt. Auch hierbei ähneln deutsche Pazifisten arabischen Diktatoren. Die Pazifisten erhoffen sich durch ihre Aktionen, die Westbank samt dem Ostteil Jerusalems von Juden zu säubern, wie es ihren Groß- und Urgroßeltern im Osten Europas geglückt ist.

Der nächste konsequente Schritt wäre die Vernichtung des Jüdischen Staates selbst. Darüber wird offiziell nicht gesprochen, da selbst unter Pazifisten hierüber keine Einigkeit besteht. Trotzdem wird jeder Schritt begrüßt, der diesem Ziel näher kommt, wie atomare Abrüstung, damit die Chancen der feindlichen Arabischen Staaten steigen, Israel mit konventionellen Waffen zu vernichten. Auch ein Exportverbot konventioneller Waffen in den gesamten Mittleren Osten gefällt den Pazifisten, da sie wissen, dass jedem Juden mehr als hundert Araber und Muslime gegenüber stehen, die auch ohne Waffen allein durch ihre Zahl die Juden Israels beseitigen könnten.

Um die Vernichtung Israels zu ermöglichen, müssen Friedensschlüsse zwischen arabischen und islamischen Ländern und Israel verhindert werden. Ein anhaltender Frieden wird erst dann möglich, wenn ein arabisches oder islamisches Land sich zur Demokratie bekennt. Die Verwirklichung dieser Schreckensvision wird von den deutschen christlich-bürgerlichen Pazifisten mit allen Mitteln hintertrieben, indem sie Frieden vorgebend alles in ihrer Macht tun, arabische und muslimische Diktaturen zu verewigen.

Israel und Juden lassen sich nicht trennen. Das Verhalten gegenüber Israel färbt auf das Verhalten gegenüber Juden in Deutschland ab. Mit selbsthassenden antizionistischen Juden haben Pazifisten keine Berührungsängste, solange es in Deutschland noch zionistisch eingestellte Juden gibt. Deshalb beschränkt sich der Kontakt der deutschen christlich-bürgerlichen Pazifisten auf von ihren Groß- und Urgroßeltern ermordeten Juden. Ein gemeinsames Gedenken mit lebenden Juden lässt sich nicht immer umgehen, insbesondere wenn Juden aus niedrigen Beweggründen darauf drängen.

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