Aus der Dürener Zeitung vom Vortag

Es gibt nichts interessanteres als eine alte Tageszeitung, insbesondere wenn es die Dürener Zeitung ist. Die die Zeit überdauernden Artikel, von denen nicht viele vorhanden sind, gewähren tiefe Einblicke in die Weisheit der Redaktion, die außerhalb der Provinz unbekannt ist.

Am 3.Oktober 2012 echauffiert sich ein Pfaffe aus Düren im Ruhestand über die Mohammed-Schmähvideos, obwohl er zunächst die Presse- und Meinungsfreiheit für ein hohes europäisches Gut hält. Als geübter Kenner des Judentum kommt er schließlich zum eigentlichen Punkt, dass man mit der jüdischen Religion solches nicht machen würde.

Zwei Tage nach unserem Nationalfeiertag veröffentlicht die AZ auf SEITE DREI einen Fremdartikel, der unsere Demokratie in Frage stellt. Es wird laut nachgedacht, wie man Wahlstimmen verschieden gewichten kann.

Die Rentner als Wählergruppe wird immer einflussreicher. Die „Alten“ könnten wichtige politische Entscheidungen verhindern, die sie selbst betreffen. Politiker fordern deshalb, die Generationengerechtigkeit als Prinzip in das GG zu schreiben.

Generationengerechtigkeit könnte beispielsweise sein, dass Rentner nur ½ Wahlstimme erhalten.

Der 8. Oktober 2012 ist der Tag des lustigen Leserbriefes.

Herbert Klinkenberg aus Aachen bemerkt, dass im Siebengebirge ein Funkmast die Höhe von 45 Metern nicht überschreiten darf, während die Stadt Aachen im Aachener Münsterwald Windkrafttürme bis zu einer Höhe von 187 Metern bauen wird.

Der Zweck heiligt auch in Aachen die Mittel.

Eine unfreiwillige Komik entschlüpft der Feder von Klaus Arndt aus Kreuzau, der die neue Aufmachung der AZ lobt, da er trotz seiner 64 Jahren allem Neuen sehr aufgeschlossen ist. Sein letzter Satz lautet wenig modern:

Meine Enkel müssen auch diese klasse Zeitung lesen, sonst setzt es was!

René Benden von der Aachener Zeitung argumentiert am 10. Oktober 2012 klug gegen die Absicht mancher Pazifisten, der Bundeswehr den Zugang zu Schulen zu erschweren:

„Eine Demokratie ohne Wehrpflicht muss sehr genau darauf achten, dass sie nicht irgendwelche Soldaten in ihrer Armee aufstellt, sondern die, die sie gerne hätte. Wenn die Bundeswehr in ihrer Selbstdarstellung stark eingeschränkt wird, muss man sich nicht wundern, wenn sie nur noch von einer bestimmten Klientel wahrgenommen wird.“

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