Keine Freiheit der Religion

Der Artikel 18 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1948 nach den Schrecken des Weltkrieges von den Völkern der Erde in Paris verkündet:

Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

Deutschland war bei der Erklärung nicht anwesend.

Verwässert wurde die Religionsfreiheit in Art. 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention, welche für alle Mitgliedsstaaten des Europarates verbindlich ist, also auch für Deutschland:

1. Jedermann hat Anspruch auf … Religionsfreiheit; dieses Recht umfasst … die Freiheit, seine Religion … einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen öffentlich oder privat, durch Gottesdienst, Unterricht, durch die Ausübung und Beachtung religiöser Gebräuche auszuüben.

2. Die Religionsfreiheit darf nicht Gegenstand anderer als vom Gesetz vorgesehener Beschränkungen sein, die in einer demokratischen Gesellschaft notwendige Maßnahmen im Interesse der öffentlichen Sicherheit, der öffentlichen Ordnung, Gesundheit und Moral oder für den Schutz der Rechte und Freiheiten anderer sind.

In Europa darf die Freiheit der Religion mittels Gesetz eingeschränkt werden, wenn gesundheitliche Gründe vorliegen.

Dies sind keine leere Drohungen. Unter der Maske des Kindeswohls hat das Kölner Landgericht durch reale Strafandrohung die religiöse Beschneidung von Jungen verboten und somit die Religionsfreiheit in Deutschland lebender Juden und Muslime eingeschränkt.

Einige Politiker und Kirchenfürsten laufen Sturm gegen dieses Gerichtsurteil. Sie fordern ein Gesetz, das den status quo ante wiederherstellt, als die religiöse Beschneidung noch erlaubt und straffrei war. Die Mehrheit des deutschen Volkes – wen wundert es? – freut sich über die Abschaffung ihr fremder Bräuche, die ihre Fremdenfeindlichkeit gerichtlich sanktioniert befriedigt.

Prof. Putzke ( jiddisch: putzke = kleiner Penis, entfernte kleine Vorhaut nach der Beschneidung, Idiot), Jurist aus Passau, fühlt sich als glücklicher Hauptinitiator der Einschränkung der Religionsfreiheit. Geboren 1973 in Sachsen kam er mit uns geläufigen Freiheiten, darunter die Religionsfreiheit, erst postpubertär in Berührung.

Es wäre eine falsche Ehre, Herrn Prof. Putzke die Einschränkung der Religionsfreiheit in Deutschland lebender Juden und Muslime zuzuschreiben. Einschränkungen der Religionsfreiheit hat es in Deutschland / BRD / DDR immer gegeben. Die Einschränkungen wurden akzeptiert, da sie die „Richtigen“ trafen.

Die Richtigen sind die Scientologen. Sie gelten in Deutschland nicht als Religionsanhänger, werden sogar vom Verfassungsschutz beobachtet. Seit den NSU-Morden wissen wir, dass einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz keine sonderliche Bedeutung zu schenken ist.

Auch islamistische Salafisten sind in ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt. Bereits wenn sie ihre Heiligste Schrift, den Koran verschenken, werden sie misstrauisch beäugt.

Die evangelische Gemeinschaft und die Katholische Kirche werden in Deutschland trotz staatlicher Neutralität bevorzugt. An bestimmten christlichen Feiertagen ist das Tanzen in der Öffentlichkeit für alle Bürger jedweden Glaubens und Unglaubens und das Öffnen von Kaufhäusern verboten.

Plötzlich und scheinbar ohne Anlass werden Juden und Muslime daran gehindert, ihre Kulthandlungen in Deutschland auszuüben. Was ist der Grund?

Wer Köln und seine diversen antisemitischen Gruppierungen an der Domplatte und Umgebung kennt, die via Aachener Friedenspreis bis nach Aachen reichen, wird von der Erkenntnis nicht überrascht, dass antisemitische Ressentiments das Gerichtsurteil beeinflusst haben könnten. Doch Juden sind nicht das Problem deutscher staatlicher Organe.

Ein Drittel aller Juden haben die deutschen Nazis und ihre internationalen Helfer bis 1945 eliminiert. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden 300.000 russische Juden als „Wiedergutmachung“ nach Deutschland importiert, um sie dem Jüdischen Staat Israel und dem Judentum zu entziehen. In Deutschland ansässige Juden halfen gegen Bezahlung eifrig mit. Verglichen mit 6.000.000 Eliminierte im Dritten Reich ist diese Zahl vernachlässigbar. Deutsche Politiker unterstützen die Juden Israels gelegentlich mit Waffen, wohingegen das deutsche Volk nebst seinem Nobelpreisdichter sich auf der Seite derer geschlagen hat, die sehr laut und deutlich vor aller Welt bezeugen, dass sie Juden massenmorden wollen. Die deutsche Wirtschaft steht patriotisch auf Seiten des deutschen Volkes, sie unterstützt mehr unheimlich als heimlich die iranischen Genozidvorbereitungen. Derzeit leben in Deutschland etwas mehr als 100.000 registrierte Juden mit einem Durchschnittsalter zwischen 60 und 70 Jahren. Beschneidungen Neugeborener ist bei diesen Juden kein tägliches Ereignis.

Muslime sind das deutsche Problem. Vier bis fünf Millionen Muslime leben in Deutschland, Durchschnittsalter jünger als 20 Jahre. Sie sehen anders aus. Sie fallen auf. Sie reden kein hochdeutsch. Sie riechen nach Knoblauch. Sie sind verhasst wie die Juden vor 1933. Sie sollen fühlen, dass sie in Deutschland nicht willkommen sind. Besonders jetzt, da die Finanzkrise in eine Wirtschaftskrise umschlägt, da griechische und andere südländische €-Bettler an das mit deutschem Schweiss verdiente Geld heran wollen. Wenn Muslime in Deutschland bleiben wollen, dann sollen sie keine muslimische Kinder gebären!

Und dann? Wenn es den Antimonotheisten gelingt, Juden und Muslime aus Deutschland zu vertreiben, dann werden sie Christen drangsalieren und es Säkularisierung nennen. Nicht Pfarrer werden individuelle Freiheiten einschränken, sondern anonyme europäische Bürokraten. Die wiedererstarkten heidnischen Götter „Bio“ und „Öko“ werden den Juden Jesus und seinen Vater ersetzen. Statt des Kreuzes wird ein Windrad das Kirchendach zieren. Glühsparlampen symbolisieren den Heiligen Geist. Am Palmsonntag dürfen Gläubige zum Gottesdienst nur Autos mit Kraftstoff aus Palmöl fahren. Für die Hungernden der Welt werden genfreie Tomaten gesammelt werden.

Willkommen in der Welt der Putzkes!

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4 Antworten zu Keine Freiheit der Religion

  1. Paul schreibt:

    Gefällt mir, gefällt mir sogar sehr gut.
    So schreibt Einer der den Pakt mit dem Teufel hat oder den „Frieden des Teufels“?
    Nein, dreimal Nein, so kann nur einer schreiben der den Pakt mit der Vernunft hat, der mit dem „Frieden der Vernunft“ lebt.

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