Überjude

Am 11. September 2012, dem Geburtstag des Philosophen und Kunstkritikers, wird der Theodor-W.-Adorno-Preis an Judith Butler, einer jüdischen US-amerikanischen Philosophin und Philologin verliehen. Adorno war kein Jude. Wegen seines jüdischen Vaters, der zum Christentum konvertierte, wurde Adorno von den Nazis als Halbjude verfolgt. Judith Butler ist eine selbsthassende Jüdin, eine Versteherin und Verehrerin der Terrororganisationen, die sich auf Ermordung von Juden beschränken. Sie steht an vorderster Front, wenn es um wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Boykott Israels geht. Der Theodor-W.-Adorno-Preis wird alle drei Jahre von einem Kuratorium der Stadt Frankfurt am Main verliehen. Der jüdische Pädagoge Prof. Dr. Micha Brumlik, der in Frankfurt lehrt, hat die Preisverleihung an Judith Butler in der TAZ gerechtfertigt.

http://www.taz.de/!94612/

Der Antisemitismus ist nicht tot zu kriegen, er findet und erfindet stets neue Kombinationen. Das könnte als Kritik genügen.

Mancher Leser ist an Hintergründen interessiert. Für ihn sind folgende Zeilen bestimmt.

Beginnen wir mit Adorno. Das Judentum kennt keine Halbjuden. Gemäß der Halacha, dem jüdischen Religionsgesetzt, war Theodor W. Adorno kein Jude. Judentum ist jedoch mehr als Halacha. Über Jahrtausende wurden neben halachische auch nicht-halachische Juden verfolgt. Viele halachische Juden betrachten auch die letzteren als Ihresgleichen. Antisemiten wirken bis heute mit an der Definition, wer Jude ist. Genauso wie sie ihren Anteil an Gründung und Fortbestehen des Jüdischen Staates haben.

Betrachten wir Adorno als Juden. Er war nicht der einzige Jude, der Nicht-Juden jüdische Ansichten, jüdische Philosophie, jüdischen Glauben nachhaltig bis in die heutige Zeit verkündete. Die Verkündigung kam den Nicht-Juden entgegen, sie passte sich deren alten Ideologie an, wurde verwässert. So verkündete Jesus den Heiden einen Monotheismus, der weitere Götter und Heilige erlaubte. Marx versprach den Proletariern eine Freiheit, die ihnen nichts abverlangte. Adorno lehrte Studenten die Revolution ohne Notwendigkeit Gottes.

Die neuen Anhänger, waren sie Christen, Marxisten oder Intellektuelle, sahen in den Gründern ihrer Ideologie nicht Juden, sondern Menschen mit jüdischer Basis, die ihr Judesein verlassen hatten, um die wahre Lehre ihnen und der gesamten Menschheit mitzuteilen. Jesus, Marx und Adorno waren in den Augen der Anhänger Überjuden. Adorno wurde Heiliger, Marx Prophet, Jesus Gott.

Anfänglich waren die Gläubigen stolz an der Teilhabe am Heil. Bald erkannten die Schlauen unter ihnen, dass sie nach den Juden lediglich Heilsempfänger zweiter Klasse waren. Ihr Zorn richtete sich nicht gegen Heilsverkünder und ihrer modifizierten Lehre, sondern gegen Heilsempfänger erster Klasse, den Juden. Unter Christen sind heute die Zornigen, die als Antisemiten bezeichnet werden können, Pius-Brüder und pax christi mit ihrem ostdeutschen Anhang, dem evangelischen Pfarrer und Oberbürgermeister aus Jena. Unter Sozialisten die Linke aus Duisburg und unter Intellektuellen die Kuratoren der Stadt Frankfurt und die TAZ.

Selbsthassende Juden.

Warum hassen Juden ihr eigenes Volk? Die Antwort verlangt nach Psychologie. Auch Juden wollen gerne Täter, nicht immer Opfer sein. Irgendwann haben sie dies verinnerlicht, sind süchtig. Seitdem Israel militärisch stark ist, ist die Täter-Opfer-Konstellation aus dem Tritt geraten. Juden wehren sich! Nun solidarisieren sich jüdische Selbsthasser mit Opfern der Juden, damit sie sich selber als Opfer fühlen. Manche solidarisieren sich mit Nazis, die ihre Familien ermordet haben. Hier sind Psychiater gefragt, nicht Philosophen oder Journalisten.

Prof. Dr. Micha Brumlik

Warum verteidigt ein Frankfurter Jude eine jüdische Selbsthasserin? Brumlik hat sich bisher nicht als Antizionist hervorgetan. Will er sich rechtzeitig positionieren, um selber den Theodor-W.-Adorno-Preis in drei Jahren zu ergattern? Strebt Micha Brumlik den Überjuden an?

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