Christen, die Muslime hassen …

Ad nauseam. Die militanten Katholiken geben nicht auf. Nun fordern Sie ihre Anhänger auf, „auf den Kauf von israelischen Siedlungsprodukten“ zu verzichten. Es geht „um kritischen Konsum[, der] im Einklang mit geltendem Völkerrecht“ steht.

http://www.paxchristi.de/news/kurzmeldungen/one.news.km/index.html?entry=page.news.km.859

Es ist nicht logisch, warum der Verzicht auf den Kauf bestimmter Waren im Einklang mit geltendem Völkerrecht stehen soll. Jeder verzichtet täglich auf den Kauf bestimmter Waren, ohne es mit dem Völkerrecht zu begründen. Die Erwähnung des Völkerrechts lässt auf ein schlechtes Gewissen und ein gutes Erinnerungsvermögen der militanten Fundamentalisten schließen, die nicht gerne in der geistigen Nähe der NSDAP gerückt werden wollen. „Kauft nicht beim Juden!“ wird in Deutschland seine Wirkung nicht verlieren.

Der Aufruf zum Boykott von Waren, die Juden außerhalb der Waffenstillstandslinien von 1949 zwischen Israel und Jordanien produzieren, steht nicht im Einklang mit geltendem Völkerrecht. Das Völkerrecht gilt nur zwischen Staaten. Die Westbank gehört nicht mehr zu Jordanien, ist kein Staat. Somit ist der christliche Boykottaufruf ein moralisch verwerflicher, antisemitischer Akt, der sich in Nichts vom Aufruf der NSDAP unterscheidet.

Der Aufruf soll Juden weltweit schaden. Pax christi weiß, dass er nicht befolgt werden wird, nicht einmal von den militantesten Anhänger. Wichtige Teile der modernen Technik, lebenswichtige Medikamente werden in Israel hergestellt. Kein Internetbenutzer wird auf Kommunikation, kein Kranker auf Heiligung verzichten, um dem antisemitischen Wahn von pax christi zu genügen. Der Hass auf Juden ist nicht derart übermächtig, dass der deutsche Bürger bereit wäre, auf seine Vorteile zu verzichten. Zudem sind Israelis weit weg. Die wenigen Aachener Juden sind kein vollwertiger Hass-Ersatz. Eher die Muslime, die sich für die wahren Juden halten …

Pax christi geht von der falschen Vorstellung aus, dass die 70% der Deutschen, die offen gegen Israel sind, für ihre Schandtaten mobilisierbar wären. Denn dieselben 70% sind auch gegen die Aufnahme der Türkei in die EU. Dieselben 70% verabscheuen Afrikaner und haben nichts dagegen, wenn die EU-Marine volle Flüchtlingsboote aus Nordafrika versenkt. Es wird verständlich, warum Friedensaktivisten die Demonstration gegen Afrikaner in Tel-Aviv verschweigen: Der deutsche Volkszorn würde sich mit dem jüdischen vereinen! Potentielle pax-christi-Anhänger würden überlaufen.

Pax christi hätte sich mit solchen Muslimen in Deutschland verbünden können, die ihre antisemitischen Ansichten nicht zu verstecken brauchen, da diese unter der Freiheit der Religion fallen und den Schutz des Grundgesetztes genießen. Doch auch wenn Juden laut Koran Affen und Schweine sind, so schreibt Mohammed nicht zwingend vor, Affen und Schweine zu töten. Für Polytheisten laut Koran sieht die Scharia eindeutige Konsequenzen. Eine echte, nicht nur taktische Zusammenarbeit ist zwischen wahren Gläubigen und pax christi nicht möglich.

Pax christi hätte sich mit einheimischen Judenhassern verbünden können, die nicht nur in Aachen reichlich vorkommen. Doch die Linken sind politisch und moralisch am Boden, mit der eigenen Selbstzerstörung vollauf beschäftigt. NPD und KAL begnügen sich nicht mit virtuellen Feinden. Sie brauchen Fremde aus Fleisch und Blut: Muslime, die sich für die wahren Juden halten …

So kam pax christi auf den unverfänglichen evangelischen DDR-Pfarrer, der sich mit Antisemitismus auseinandergesetzt hatte, dafür einen Preis erhielt, und heute SPD-Oberbürgermeister der Stadt Jena ist. Sein primitiver Philosemitismus verfängt höchstens im Osten der Republik, dort wo Antisemitismus 40 Jahre Staatsräson war. So trinkt der erste Bürger Jenas gerne israelisches Bier, weil er davon ausgeht, dass es innerhalb der Waffenstillstandslinien von 1949 gebraut wird. Er gedenkt jährlich der Kristallnacht, verkehrt mit antizionistischen Juden, hat Yad Vashem in Jerusalem besucht. Lediglich die Aufzählung, wie oft und wie lange er welches KZ besucht hat, fehlt in seinem Curriculum Vitae. Wahrscheinlich ist er Mitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Doch der Oberbürgermeister wird pax christi nicht aus der braunen Depression herausziehen können. Pax christi braucht Schuldige, um ihr Unvermögen zu rechtfertigen, dass der Judenstaat immer noch existiert.

So kommen die friedfertigen muslimischen Araber der Westbank ins Spiel. Sie arbeiten für Juden, die Fabriken auf ihren selten heiligen palästinensischen Boden errichtet haben. Sie benötigen den Arbeitslohn für ihre kinderreiche Familie. Im Gegensatz zu Selbstmordattentäter, auf die 72 Jungfrauen nach getaner Tat warten, sind friedfertige Muslime verheiratet und mit Kindern gesegnet. Deshalb verkaufen sie Juden ihre Arbeitskraft, da ihre arabischen Herren, die ganztags der Korruption nachgehen, keine Zeit für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufbau ihrer Landsleute verschwenden.

Diese friedlichen Araber rücken ins Visier von pax christi. Diese gilt es zu strafen. Wenn schon Israel nicht boykottiert werden kann, so sollen die Juden gezwungen werden, ihre Fabriken in der Westbank zu schließen, damit die Araber leiden, die sich weigern, Terroristen zu werden.

Lasset uns beten, dass die Saat der Gewalt gegen Muslime nicht aufgeht. Weder in Aachen und Jena, noch im Nahen Osten.

Nachtrag

„Liebe Bürgerinnen und Bürger,
das überwältigende Wahlergebnis von 72,9 % in der Stichwahl bewegt mich sehr und macht mich sehr glücklich!“

schrieb der wiedergewählte Oberbürgermeister von Jena im Mai 2012.

Bei einer Wahlbeteiligung von 33,5% und 1,7% ungültige Stimmen haben somit 24,0% der Wahlberechtigten für den DDR-Pfarrer gestimmt. 24% der Stimmen reichen, um OB zu bleiben. Wozu fiel die Mauer?


„Ein Zeichen gegen Neonazis setzen – bei der Stichwahl Albrecht Schröter wählen!“

Dieses Pamphlet wurde zur Stichwahl verteilt. Der politische Gegner war kein Neonazi, sondern CDU-Mitglied. Im Stadtrat sind weder Alt-, noch Neonazis vertreten.

24% der Jenaer haben ein Zeichen gegen Neonazis gesetzt. ¾ der Jenaer müssen dann wohl ein Zeichen für Neonazis gesetzt haben.

Anders als in Aachen, herrscht in Jena eine ausgeprägte Naziphobie – ohne Nazis. In der Psychologie wird dieses Phänomen „Verschiebung“ genannt. Die unbewusste Angst, zum Beispiel gegen IM im Stadtapparat, richtet sich offen gegen nicht vorhandene Nazis. Deshalb der politische Erfolg des Pamphletes bei geringster Wahlbeteiligung.

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