Der Bischoff und Sein Gott

70 Prozent der Bevölkerung Deutschlands sind überzeugt, dass Israel seine Interessen auf Kosten anderer Völker verfolgt. Deshalb spricht der Aachener Bischoff Heinrich Mussinghoff offen über Israel. Zu Israel kann er nicht sprechen, dort hört ihm niemand zu. Er sagt, dass durch Siedlungs- und Straßenbau Fakten geschaffen werden, die einen eigenen palästinensischen Staat verhindern. Der Bischoff behauptet, er stehe an der Seite Israels.

Schärfer im Ton, inhaltlich gleich, sind die Sätze der militanten katholischen pax christi, mit der der Bischoff freundschaftlich eng verbunden ist, freundschaftlicher enger als zu Israel. Pax christi verkündet:

https://paxdiaboli.wordpress.com/2012/05/23/juedischer-krieg/

Israelische Siedlungen in der Westbank und in Ostjerusalem sind ein Haupthindernis auf dem Weg zu einem gerechten Frieden in Nahost.

Jahrzehnte lange einträchtige antisemitische Hassverbreitung von Linken und NPD, von pax christi und Kameradschaft Aachener Land, vom Aachener Friedenspreis und der von der Justiz geschützten Schandmauer auf der Kölner Domplatte, hat ihre Wirkung nicht verfehlt: 70 Prozent der deutschen Bevölkerung sehen in Israel den einzigen Grund für den nicht vorhandenen Weltfrieden. Kann da ein Bischoff abseits bleiben? Sollte er nicht in den Chor der Straße einstimmen? Möglich, dass er einige Schäfchen für seine Kirche einfängt. Möglich, dass kirchlich gedeckte Kindervergewaltigung aus dem Bewusstsein schwindet. Und sei es anders als immer und früher nicht auf Kosten der Juden, sondern auf Kosten Israels.

Nun behauptet der Aachener Bischoff, ein Freund Israels zu sein. Schwer verständlich, wenn man unter Israel den weltweit einzigen Jüdischen Staat versteht. Doch Israel ist mehr. Israel ist das Jüdische Volk, sind die Juden. Man kann doch Juden, vor allem tote, lieben und trotzdem den Judenstaat verdammen. Müssen die Juden denn vor der einzig erhaltenen Mauer ihres untergegangenen Tempels in der von Palästinensern beanspruchten Altstadt Jerusalems beten? Juden sollen sich in der Aachener Synagoge versammeln, die nicht einmal an den höchsten Feiertagen voll wird.

Nun hat es keinen Sinn, mit jemanden zu diskutieren, dessen Ansichten durch Ressentiments bestimmt sind. Der Hinweis, dass es im Nahen Osten auch dann keinen Frieden gab, bevor Israel Siedlungen und Straßen in der Westbank und in Ostjerusalem baute, wird nicht verstanden. Dass der Iran Hitlers Werk nuklear vollenden möchte, erregt nicht einmal Deutschlands Atomkraftgegner.

Deshalb wird mit einem Kirchenmann religiös argumentiert.

Genesis 15,18 offenbart:

An dem Tage schloss der HERR einen Bund mit Abraham und sprach: Deinen Nachkommen will ich dies Land geben von dem Strom Ägyptens an bis an den großen Strom Euphrat.

Gottes Wort gegen Geschwätz von pax christi.

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