Blutsbrüder: Aachener Friedenspreis AFP und Aachener Zeitung AZ

Der Aachener Friedenspreis AFP hat keinen Vorsitzenden. Seit dem unrühmlichen Abgang des letzten findet sich keiner für den Vollzeit-Job, was unverständlich ist, da genügend geeignete Pazifisten in religiösen und säkularen Tendenzbetrieben arbeiten und deshalb auf ein Zubrot angewiesen sind.

Der Aachener Friedenspreis vergibt seinen diesjährigen Aachener Friedenspreis zur Hälfte an Borderline Europe, einer Fortsetzung der Cap Anamur, die sich zur Aufgabe gestellt hat, Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. Böse Zungen behaupten, dass der Israelkritiker Rupert Neudeck, der Gründer von Cap Anamur, Flüchtlinge ins Wasser hat werfen lassen, um sie fernseh- und einnahmewirksam erneut aus dem Meer zu fischen. Offensichtlich handelt es sich um zionistische und insulare Verleumdungen, letztere begangen von italienischen Bewohnern kleiner Inseln, die ihre Existenz durch die große Anzahl der Flüchtlinge gefährdet sehen, da die nördlichen EU-Länder auf ihr vertragliches Recht pochen, keine Afrikaner aufzunehmen, die lebend das Mittelmeer bis nach Italien durchquert haben. Bis zur Preisverleihung am 1. September 2012 hat der AFP noch Gelegenheit, genügend Afrikaner in Aachen zu versammeln, um fehlende Flüchtlinge zumindest dem Anschein nach zu kompensieren.

Das Besondere an der diesjährigen Preisverleihung ist der ungewöhnliche Umstand, dass keine Palästinenser oder ihre Unterstützer geehrt werden. Diesmal sind EU-Armeen und ihre arabischen Alliierten die Bösen, weil sie nordafrikanische Flüchtlinge auf hoher See ohne surrende Fernsehkameras morden. Der AFP hat erkannt, dass auch die Ärmsten der Armen ein Recht auf Leben, Erwähnung und Friedenspreis haben, wenn auch nicht auf Heimat, da sie keine Palästinenser und nicht von Juden vertrieben sind. Nächstes Jahr soll es wieder besser werden!

Während der AFP erkannt hat, dass nicht nur Juden das Böse und Palästinenser das Gute repräsentieren, ist die Aachener Zeitung von einem solch humanistischen Wissen noch Lichtjahre entfernt. Deshalb hat sie auf ihre berühmt-berüchtigte Seite Vier – Meinung und Hintergrund – zusätzlich zur Aachener-Friedenspreis-Friedenspreis-Verleihung einen Zweispalter hineingequetscht, der – wie soll es anders sein – über das Schlechte in Israel berichtet. Ein israelischer Journalist, bekannt für seine Feindschaft zu Premier Netanjahu und seiner Partei, sieht die seit über 60 Jahren labile israelische Demokratie gefährdet, da Netanjahu, statt vorzeitige Neuwahlen auszurufen, eine große Koalition ins Leben gerufen hat. Die Gefahr ist nun, wie Grass hellseherisch vorausgesehen hat, dass Israel den Iran angreifen und einen Dritten Weltkrieg entfachen wird, noch bevor die Präsidentenwahl in den USA entschieden ist, was eine Gefahr für die Wiederwahl Obamas wäre, dem Liebling des AFP und der AZ. Eine riesige jüdische Sauerei!

Unter den Lesern der AZ interessieren sich brennend Israelkritiker und Rechtsextreme für diese Verschwörung, die ihre Existenz und somit die der AZ sichern.


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2 Antworten zu Blutsbrüder: Aachener Friedenspreis AFP und Aachener Zeitung AZ

  1. Einaachenerjude schreibt:

    Wahr,scharfsinnig und unterhaltsam .

  2. Oec.med.Dr.med.Wolfgang Ermes schreibt:

    Egal was geschieht, egal wer was macht, Schuld sind die Juden.
    Diesen „Scheissautismus“ muss man sich nicht gefallenlassen.
    W.Ermes

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