Der mutige Vorsitzende des Arbeitskreises für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Wir bedauern es, wenn einzelne Mitglieder durch ihre Aktivitäten zur Unterstützung von Rechtsradikalismus, Antisemitismus und diffuser Verschwörungstheorien beitragen.

http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/05/06/erkennen-sie-den-unterschied/

Delmenhorst liegt in Niedersachsen und beherbergt 77.000 Einwohner, davon sind 175 in der Jüdischen Gemeinde eingeschriebene Juden. Es gibt einen Arbeitskreis für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der sich organisatorisch, nicht ideologisch von anderen Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit unterscheidet. Man gedenkt 1 – 2 Mal jährlich der toten deutschen und übergeht täglich die lebenden Juden in Israel.

Der Vorsitzende des Delmenhorster Arbeitskreises für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit heißt Claus Hübscher, der liberal und Mitglied der FDP ist. Neulich besuchte er den Iran zusammen mit anderen Antisemiten aus Delmenhorst und Köln. Die illustre Gesellschaft durfte den Präsidenten der Arischen Islamischen Republik besuchen und ihm die Hand schütteln.

Der persische Präsident und islamischer Diktator hat hochtrabende Ziele. Er möchte alle homosexuellen Männer an Kränen aufhängen, die aus Deutschland importiert werden. Er lässt Atombomben basteln, um die Juden Israels und umgebende Araber als Kollateralschäden auszurotten. Er will mit Hilfe antizionistischer judenhassender Juden beweisen, dass es den Holocaust der Nazis an die Juden nie gegeben hat, zumindest nicht so, wie es die meisten Juden, Zionisten und Deutsche unaufhörlich berichten.

Deshalb fanden es zunächst einige Delmenhorster, später auch weitere Deutsche befremdlich, dass ausgerechnet der liberale Vorsitzende des Delmenhorster Arbeitskreises für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit einen solchen Judenhasser aufsuchte, um ihm in Freundschaft die Hand zu schütteln.

Die Ausreden, die der Vorsitzende des Delmenhorster Arbeitskreises für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit hervorbrachte, habe ich vergessen. Sie lassen sich bei Grass und anderen neo- und altnazistischen Schriften für jeden Interessierten unzensiert nachlesen. Ich glaube zu wissen, warum Claus Hübscher, der liberale Vorsitzende des Delmenhorster Arbeitskreises für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, gerne den verhinderten Juden-Massenmörder aus dem Iran besuchte.

Von HM Broder stammt der Satz, dass Kannibalen die Nähe zu Frischfleisch ersehnen. Hitler kann man nicht die Hand schütteln, da die einen behaupten, dass seine Leiche verbrannt worden ist, die anderen, dass er im Südpol überlebt hat. Pol Pot, Mao Tse-tung und Stalin haben ihre Mordlust nicht vornehmlich durch Juden befriedigt. Arafat und der sozialdemokratische Bürgermeister von Malmö sind zu unbedeutend, ersterer erschwerend von seinem Nachfolger im Amt in einem ausbruchssicheren Sarkophag eingemauert, aus dem es kein Entrinnen gibt. Bleibt allein der vom Volk gewählte oberste Arier.

Nun besteht ein gewisses Wagnis, den Iran zu bereisen. Schon mancher hat sein Leben dort verloren, weil er fälschlicher- oder richtigerweise für einen Homosexuellen oder Juden gehalten wurde. Das FDP-Mitglied Claus Hübscher war mutig. Weniger mutig und einfallsreich waren seine Amtskollegen in Aachen, als sie lediglich einer antisemitischen Ausstellung in den Räumen ihrer Kirche zustimmten.

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