Warum Antisemitismus?

Antisemitismus ist ein Chamäleon. Wer meint, ihn definiert, gepackt zu haben, dem ist er den Fingern entglitten. Die Frage, warum es Antisemitismus gibt, konnte bisher nicht, schon gar nicht befriedigend beantwortet werden, weil an falscher Stelle geforscht wurde: Der Grund für Antisemitismus wurde bei Juden gesucht.

Vergessen wir die Juden. Wenden wir uns den Antisemiten zu!

Was ist das gemeinsame Merkmal aller Antisemiten, welches sie nicht mit anderen Rassisten teilen?

Der Rassismus ist ubiquitär, allgegenwärtig. Ein Volk hasst das andere, möchte es beseitigen. Das andere Volk stört, fällt unangenehm auf. Man vertreibt es, bringt es um, bemächtigt sich seiner Güter. Der Rassist möchte seine eigene Rasse, sein eigenes Volk bevorzugen. Der Fremde soll weg, der Eigene soll gedeihen.

Irrtümlicherweise werden viele Antisemiten für Rassisten gehalten. Denn auch Rassisten bereichern sich an Gütern vertriebener und ermordeter Juden, doch nicht als Antisemiten, sondern als ordinäre Rassisten. Sie würden sich genauso am Hab und Gut von Zigeunern oder Türken vergreifen, wenn es sich lohnen würde. Antisemiten sind anders.

Antisemiten wollen Juden eliminieren, zum Verschwinden bringen, koste es , was es wolle. Im Gegensatz zu Rassisten sind sie bereit, sich selbst und ihr Volk aufzugeben, um ihr Ziel zu erreichen. Kein einfacher Rassist würde sein eigenes Ende akzeptieren, um den Fremden zu liquidieren, denn er will sich am Sieg ergötzen, den Sieg über den Fremden genießen. Nicht so der Antisemit. Er ist bereit sein Selbst aufzugeben, wenn es ihm nur gelingen möge, den Juden vom Antlitz dieses Planeten zu tilgen.

Betrachten wir die letzten großen Genozide an Nichtjuden. Türken massakrierten Armenier, ohne die Existenz von Türken zu gefährden. In Ruanda brachten Hutus Tutsis um. Zu keinem Zeitpunkt war die Existenz der Hutus gefährdet. Selbst als die Serben die Muslime in Kosovo eliminieren wollten, dachten sie keinen Augenblick daran, ihre eigene Existenz in Frage zu stellen. Der kulturelle und physische Genozid der Tibeter durch Han-Chinesen hat niemals die Han-Chinesen gefährdet.

Der wahre Antisemitismus unterscheidet sich vom vulgären Rassismus. Der gläubige Antisemit ist bereit, sein Leben und das seines ganzen Volkes zu opfern, um Juden endgültig zu eliminieren. Die Nationalsozialisten unter Hitler haben es bewiesen. Sie kämpften, ließen kämpfen, bis zum letzten fremden und eigenen Blutstropfen, um Juden zu vernichten. Nachweislich und schriftlich war Hitler bereit, das deutsche Volk zu opfern, um sein Ziel der Judenvernichtung zu erreichen. Wenn er kein Antisemit gewesen wäre, hätte er den Krieg gegen Kapitalisten und Slawen mit Hilfe der Juden gewonnen. In Palästina hätte ein stramm nationalsozialistisches deutschhöriges Regime von Juden alle Araber vertrieben. Doch Hitler und die Nationalsozialisten waren an kein 1000jähriges arisches Reich interessiert, sie wollten alle Juden morden. So haben die Deutschen Millionen ihrer Verwandten und Freunde und ein Drittel ihres Landes verloren, und der östliche Teil des Volkes hat 40 zusätzliche Jahre unter einer erträglicheren Diktatur gelitten.

Auch Mohammed Amin al-Husseini, Hitlers Freund und Mufti von Jerusalem wollte unter allen Umständen die Juden eliminieren. Er war bereit, sein arabisches Volk zu opfern. Bis heute leiden die Palästinenser darunter: physisch, wirtschaftlich und psychisch. Sie sind arm, von eigenen Leuten unterdrückt und haben keinen eigenen Staat. Hätten sie den jüdischen Staat anerkannt …

Die auffälligsten Antisemiten heute sind die islamofaschistischen Machthaber des Iran. Ihnen ist es gleichgültig, dass ihre Volk leidet, um das Ziel der absoluten Judenvernichtung zu erreichen. Und ihr Volk leidet, ohne diesem Ziel näher zu kommen.

Interessant ist, von wem die Antisemiten unterstützt werden. Sie werden von denen tatkräftig mit Worten und wenig Geld unterstützt, deren Vorfahren in früheren Zeiten Juden ohne Erfolg zu vernichten suchten. In Europa und Deutschland sind Antiseitenanhänger in allen Parteien vertreten, vorzugsweise in extrem linken und extrem rechten. Deutsche säkulare und religiöses Pazifisten unterstützen gerne palästinensische und iranische Genozid-Antisemiten. Das Schicksal der Palästinenser und der Iraner berührt die Antisemitenanhänger nicht. Sie wollen das Ende der Juden erleben, koste es den Palästinenser und den Iranern die Existenz. Wie einst den Nazis.

Fazit: Um den Antisemitismus zu verstehen, braucht man nicht auf Verhalten von Juden zurückzugreifen, sosehr es den Antisemitismus auch verständlich macht. Entscheidend ist das Verhalten von Antisemiten, die bereit sind, ihr Selbst aufzugeben, um das Ziel der absoluten Judenvernichtung zu erreichen. So wird nachvollziehbar, warum es jüdische Antisemiten gibt.

Der deutsche Nicht-Antisemit, sei er auch Rassist, sollte sich seiner Rolle bewusst werden, bevor er von der Weltbühne abtritt.

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