Laudatio gegen und für den Faschismus

http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/grass193.html

Die SPD-Fraktion eines unbedeutenden östlichen Parlaments verleiht alljährlich einen Preis an Personen, die den Rechtsextremismus bekämpfen. Dieses Jahr soll Günter Grass die dazugehörige Festrede halten.

Ob der nicht nur physisch angeschlagene Greis die weite Anreise in den von Alt- und Neonazis wimmelnden Osten antreten wird, ob er nicht brüskiert ist, weil ihm die Einreise dorthin erlaubt ist, ist unbekannt. Bekannt sind die Gründe, weshalb die SPD-Fraktion Günter Grass für bestens geeignet hält und ihn auserkoren hat, die Rede für Bekämpfer des Rechtsextremismus zu schwingen. Denn darin ist er ein hervorragender Experte.

Grass weiß, dass waffenstrotzende Faschisten Maulhelden sind, unfähig einer Seele ein Leid zuzufügen. Er weiß, dass der Kampf gegen den Faschismus lediglich der Aggression zum Vorwand dient und im deutschen Schuldstolz und Schuldkult liegt (Landtags-SPD-Sprech). Er weiß, dass es ungebührlich ist, sich gegen Faschisten zu wehren, vor allem, wenn zu erahnen ist, dabei unbeteiligte Faschisten zu verletzen, nur um sein jämmerliches Leben, das seiner Familie zu retten.

Doch Grass ist von einem weiteren Gewinn. Nicht nur setzt er neue Maßstäbe für das Verstehen des modernen Faschismus, er ist auch hautnaher Experte des originären Nazismus.

Seltsam nur, dass die Sozialdemokratische Partei eine solche Auszeichnung verleiht. Kampferprobten Pazifisten und Auswanderer werden sich eher damit identifizieren.

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Eine Antwort zu Laudatio gegen und für den Faschismus

  1. Axel H. A. Holst schreibt:

    Wo treibt die SPD hin? Erst „Super Siggi“(Gabriel) mit seiner sinnlosen Äußerung: „Israel ist ein Apartheidsstaat……“ Dann schmiert der verwirrte Grass seinen unglaublichen Senf drauf. Die SPD distanziert sich halbherzig von dem Genossen. Darauf verteidigt Siggi ihn. Jetzt holen sie ihn wieder hervor um im Wahlkampf Stimmen zu erhaschen. Die „Rot-Braune Jauche“ sowie Terrorist und Antisemit Ahmedinedschad sehen es mit hämischen Wohlwollen. Auch Möllemann läßt wiederholt dankend grüßen.

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