Stolberg und Gaza

In einer der letzten Ausgaben der Aachener Nachrichten las ich einen packenden Bericht über die Neonazi-Szene in Stolberg, vor den Toren der Stadt Aachen. Dominik Clemens, ein Neonazi-Experte, beschreibt das Vorgehen der Szene, die an Abläufen von Hetzer gegen Israel erinnern. Eigentlich nichts Erstaunenwertes, denn beide Gruppierungen huldigen derselben Ideologie. Letztendlich wollen beide die Welt vor den Juden retten, die Juden eliminieren.

Clemens` Bericht:

Eine alltägliche Schlägerei in Stolberg zwischen Jugendlichen verschiedener kultureller Hintergründe endet mit einem Mord. Der arabische Täter tötet einen Biodeutschen und wird wegen Totschlag zu sechs Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Obwohl kein politischer oder rassistischer Hintergrund aktenkundig ist und das Gericht einen Totschlag festgestellt hat, verbreiten die Neonazis, dass ein antideutscher rassistischer Mord geschehen ist.

Seitdem wiederholen sich regelmäßig NPD-Aufmärsche in Stolberg. Stolberg wird zum Symbol, da bis vor 20 Jahren die rechtsextreme Wiking-Jugend dort ihren Bundessitz hatte.

Dominik Clemens fragt sich, was man gegen die jährlich wiederkehrenden Faschistentreffen tun kann. Seine Antwort liegt im gewaltfreien, wenn auch widerrechtlichen Widerstand. Diesen ungesetzlichen strafbaren Widerstand nennt er „Gewissenstat“.

Kommt dem Leser die Szenerie bekannt vor? Beispielsweise im Gazastreifen? Araber aus Gaza schießen Raketen auf Juden und Araber in Israel. Es gibt Verletzte, selten Tote. Israel schlägt militärisch zurück. Es gibt sehr viele Verletzte, viele Tote. Die UNO stellt fest, dass Israel das Recht auf Selbstverteidigung hat und keine übermäßige Gewaltanwendung angewandt hat, vielmehr die Israelische Verteidigungsarmee äußerst behutsam vorgegangen ist.

Seitdem wiederholen sich regelmäßige Gaza-Solidaritätsdemonstrationen von Linken, Pazifisten und Terroristen-Versteher und -Unterstützer, die den Juden Rassismus und Genozid vorwerfen. Gaza wird zum Symbol, wird zum KZ stilisiert.

Die jährlich wiederkehrenden Faschistentreffen zur Rettung Gazas sind Gewissenstaten, da sie international ungesetzliche und strafbare Handlungen sind und sie nicht jedes Mal gewaltfrei ablaufen.

An ihren Taten und an ihren Worten sollt ihr sie erkennen!

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