Der Marsch auf Jerusalem

Bericht aus Jerusalem: Der Marsch auf Jerusalem

Jerusalem, 31.03.2012

Gestern fand der alljährlich von Israelhassern und mit ihnen verbündeten Antisemiten Quasimarsch auf Jerusalem statt. Er lief, nein stand dieses Jahr unter dem Motto „Haltet die Verjudung Jerusalems auf!“. Auf der Solidaritätsdemonstration beim Mahnmal für die Opfer des Faschismus in Berlin, organisiert von Palästinensern, pax christi, der Linken und den üblichen Antisemiten, fanden sich 70 Teilnehmer, darunter zwei Zionisten, die, um den Ablauf der Demonstration nicht zu gefährden, in Gabrielmanier (Apartheid) von der Mehrheit der Demonstranten abgesondert wurden.

Innerhalb der von der Welt und Deutschland anerkannten Grenzen Israels demonstrierten die Einwohner zweier arabischer Dörfer friedlich und ohne Zwischenfälle unter Mitnahme vieler Fahnen: Den Einen flatterte die in heraldischer Tinktur inkorrekte vierfarbige palästinensische, den Anderen die heraldisch korrekte weiß-blaue Fahne Israels voran. Eine wenig friedliche Demonstration vor dem Damaskustor der Altstadt von Jerusalem endete mit zahlreichen Verhaftungen der Polizei.

Nach Absprache sorgten PLO-Aktivisten in der Westbank und Hamas-Aktivisten im Gazastreifen mit wohl dosierter Gewalt gegen ihre eigene Bevölkerungen dafür, dass diese keinen Fuß über die von der Welt und Deutschland anerkannten Grenzen Israels setzten. Dies gelang in Hebron und Betlehem, jedoch nicht überall. Am Gazastreifen wurden mehrere Demonstranten verletzt und einer getötet. Am militärischen Kontrollpunkt Kalandia nördlich von Jerusalem flogen Steine und bereits vorher gut positionierte Autoreifen wurden angezündet. Ein arabischer Abgeordneter der Knesset, des israelischen Parlaments, der auf der falschen Seite der imaginären Grenze protestierte, wurde von einem Stein am Kopf getroffen. Dank der vielen Fernsehjournalisten, die die Zahl der israelischen Soldaten und der arabischen Demonstranten bei weitem übertrafen, konnte einwandfrei per YouTube nachgewiesen werden, dass der Stein der Hand eines vermummten arabischen Demonstranten, und nicht eines israelischen Soldaten entstammte. Gut unterrichtete Kreise teilten ohne Namensnennung mit, dass der Steinwurf Folge einer Diskussion über die Deutungshoheit des globalen Marsches auf Jerusalem zwischen palästinensischen und israelischen Arabern war.

Neben einigen leicht- bis mittelschwer Verletzten gab es rund um den Kontrollpunkt Kalandia einige Festnahmen. Amnesty International erhob selbstverständlich und allein gegenüber israelischen Behörden den Vorwurf der unangemessenen Gewalt.

Die meisten Protestanten, die sich spontan auf dem Weg nach Jerusalem aufgemacht hatten – ihre Zahl schwankte zwischen 20.000 und 2.000.000 – wurden weit vor Jerusalem am Weitermarsch, beziehungsweise an der Weiterfahrt durch gut bewaffnetes arabisches Personal gehindert. Ägypten verbot jegliche Kundgebung wegen Instabilität des eigenen Landes. In Damaskus versammelten sich Assad treue Syrer zu einer genehmigten Protestaktion, die Demonstration in Homs wurde auf Grund unklarer militärischer Verhältnisse verschoben. In Libanon wurden die Demonstranten, die zuvor in Beirut in vom iranischen Mullah-Regime bezahlten 3-Sterne-Hotels und aufwärts übernachtet hatten, in luxuriös ausgestatteten Bussen zur von Touristen beliebten Burg Beaufort gefahren, von wo aus sie eine wunderschöne Aussicht auf blühenden Landschaften Nordisraels hatten und hinter dem Horizont Jerusalem erahnen durften. In Jordanien endete die Reise nach Jerusalem an der vom Vatikan, um Jordanien an den Weihen des Heiliges Land teilhaben zu lassen, festgelegten Taufstelle Jesus an der jordanischen Seite des Flusses Jordan. Wegen, trotz im Heiligen Land häufigen Wundern, unüberwindbarem Hochwasser konnten die bewaffneten Behörden von beabsichtigter Gewalt ablassen.

Zwei unbedeutende Zwischenfälle harren der Berichterstattung.

Ein Dutzend als entsprechend den Vorlagen im Stürmer und im Völkischen Beobachter verkleidete ultraorthodoxe Juden wurden von Muslimen bespuckt und nicht lebensgefährlich geschlagen. Prozionistische Organisationen hatten erfolgreich die Kunde verbreitet, dass es sich bei den Pseudojuden um zionistische Provokateure handele, deren einziger Teilnahmegrund an der Reise nach Jerusalem darin bestünde, streng geheimes Material über Route und Absicht der Protestanten dem Mossad zu verraten. Bereits in früheren Jahren wurde der Erfolg solcher intensiv geplanter spontaner Begehungen zunichte gemacht.

Die Verkleideten wurden abgeführt und vorzeitig in ein Flugzeug Richtung Teheran gesetzt, da sie von dort ihre Befehle und ihr Geld erhielten. Dummerweise landete das Flugzeug erst nach Sonnenuntergang am Freitag, also am Schabbat. Nach dem jüdischen Verhaltenskodex, der Halacha, müssten fromme Juden bis zum nächsten Sonnenuntergang im Flugzeug verharren, wofür die zuständigen iranischen Behörden kein Verständnis zeigten. So beschlossen die ultra-frommen Juden nach kurzer talmudischen Diskussion, aus dem Flugzeug am Schabbat auszusteigen und die von G- tt erlassenen Schabbat-Gebote zu brechen, denn ihr antisemitischer Kampf gegen den Zionismus wiege schwerer als G-ttes Gebote, selbst wenn sie Teil des Dekalogs sind.

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