Einwanderungsland? – Türken in Deutschland

Eine Studie geht um in Deutschland. Eine Studie über 700 Seiten und über die viele sprechen, welche nicht gelesen und nicht verstanden haben.

Es fehlt die Studien-Basis: das Einwanderungsland.

Was ist ein Einwanderungsland?
Ist Deutschland ein Einwanderungsland?
Sind die Türken Einwanderer?
Wie haben sich Einwanderer zu verhalten?
Benehmen sich die Türken korrekt?

 Beginnen wir beim Einwanderungsland.

Klassische Einwanderungsländer kann jeder benennen: USA, Kanada, Australien. Was haben diese Länder an Gemeinsamkeiten, dass sie Einwanderungsländer sind?

Ein Einwanderungsland benötigt Einwanderer. Nicht jeder, der die Grenze zum Einwanderungsland überschreitet ist ein Einwanderer. Der Einwanderer verlässt seine alte Heimat, um in der neuen Heimat zu leben. Er verlässt seine alte Heimat, weil er dort nicht nach seiner Fasson leben kann und darf. Er darf sich nicht offen zu seiner Religion bekennen. Er ist arbeitslos und hat kein Geld. Er ist unfrei. Er ist hungrig. In seiner alten Heimat fehlt ihm etwas Bedeutendes, sodass er bereit ist, das Fehlende in der neuen Heimat zu suchen und zu finden. Er will sich offen zu seiner Religion bekennen. Er will arbeiten und Geld verdienen. Er will frei sein. Er will satt sein.

Nur Länder, die religiöse und politische Freiheit und keinen Hunger kennen, Arbeit und Verdienst anbieten, sind Einwanderungsländer. Länder, die keine religiöse und keine politische Freiheit, dafür Hunger kennen, keine Arbeit und keinen Verdienst anbieten, sind Auswanderungsländer.

Es gibt mehr Auswanderungsländer als Einwanderungsländer.

Warum nimmt das Einwanderungsland Einwanderer auf? Weil der Großteil der Bevölkerung des Einwanderungslandes sich durch Einwanderer eine Stärkung ihrer Ideale erhoffen. Weil der Großteil der Bevölkerung des Einwanderungslandes selber Einwanderer gewesen oder Nachkommen von Einwanderern sind. Die Bevölkerung des Einwanderungslandes erwartet von den Einwanderern, dass sie ähnliche Ideale wie sie selbst leben. Deshalb wählen Einwanderungsländer ihre Einwanderer nach ihren Kriterien aus. Nicht jeder, der Einwanderer sein will, wird sein Ziel erreichen.

Einwanderer kommen in Schüben. Oft gemeinsam mit ähnlich Denkenden ihres Volkes. Manchmal als Einzelreisende. Der Einwanderer verabscheut seine alte Heimat, er verklärt sie nicht. Er liebt seine neue Heimat.

Einwanderer werden bei ihrer Einreise ins Einwanderungsland kategorisiert: nach Volkszugehörigkeit, nach Hautfarbe, nach Religion, nach Alter, nach Bildungsgrad, nach Geld.

Damit wäre Deutschland kein Einwanderungsland. Denn der Großteil der Bevölkerung sind selber keine Einwanderer oder Nachkommen von Einwanderern.

Die USA, das klassische Einwanderungsland, nehmen gerne gebildete, reiche, gesunde Europäer, Japaner und Chinesen auf. Gegen die Einwohner Lateinamerikas haben sie eine physische Barriere gebaut. Die Mehrheit der Amerikaner ist derzeit überzeugt, dass Lateinamerikaner nicht ihren Erwartungen als Einwanderer entsprechen. Diese Migranten wären Wirtschaftsflüchtlinge, verspürten keinen Drang  zur Freiheit. Es gab Zeiten, da verschmähte man Einwanderer aus Asien.

Jedes Einwanderungsland muss selber festlegen, wen es einwandern lässt. Wenn nicht, wird es aufhören, ein Einwanderungsland zu sein. Somit ist Israel ein Einwanderungsland für Juden und Deutschland ein quasi- Einwanderungsland für Deutsche, die im Osten von Deutschland leben. Israel und Deutschland sind keine Einwanderungsländer für Türken.

 Zusammenfassung:

Der Einwanderer will im Einwanderungsland leben, der Bewohner des Einwanderungslandes will den Einwanderer aufnehmen. Zum Beider Vorteil.

Wanderungen, Migrationen, Völkerwanderungen sind seit Alters her bekannt. Die Nationalstaaten erschweren durch Grenzen, Papiere und Verordnungen das Ausleben eines tiefst-menschlichen Bedürfnisses.

Neben Einwanderern gibt es andere Migranten: Flüchtlinge. Der Flüchtling haust meist im Flüchtlingslager. Der Flüchtling verlässt seine Heimat aus Not, nicht aus Hass. Er liebt seine Heimat, hat keine neue Heimat. Er verklärt die Heimat.

Der Flüchtling kann sich zum Einwanderer entwickeln, wenn er den Anforderungen des Einwanderungslandes entspricht.

Palästinenser sind fast überall Flüchtlinge, selbst im Gazastreifen, in der Westbank und in Jordanien, wo sie die Macht haben, die Mehrheit und die politische Elite bilden. Denn auch im Gazastreifen, in der Westbank und in Jordanien hausen Palästinenser in Flüchtlingslagern. Die wahren Hintergründe ändern nichts an ihrem Flüchtlingsdasein. Nur in einem Land des Nahen Osten sind Palästinenser keine Flüchtlinge: in Israel. Dennoch ist Israel nur für Juden ein Einwanderungsland.

Kriegsflüchtlinge aus dem Irak wurden in Norwegen zwangseingewandert. Der Menschenversuch findet in der Welt kaum Beachtung.

Zusammenfassung:

Ein Flüchtling flieht aus Not aus seiner Heimat in jedes Land, in dem es ihm besser geht. Er will nicht dort bleiben, er will sobald wie möglich zurückkehren.

Es gibt eine weitere Gruppe von Migranten, Zwangsmigranten, die gegen ihren eigentlichen Willen in einem anderen Land gestrandet sind. Negersklaven und Türken sind bekannte Vertreter der Arbeitsimmigranten.

Die Amerikaner der Südstaaten brauchten Arbeiter, um ihren Reichtum zu erhalten und zu mehren. Da sich nicht genügend Einheimische und Einwanderer fanden, beschlossen sie, Sklaven aus Afrika zu importierten. Schwarze Häuptlinge erhielten Prämien für jeden abgelieferten zukünftigen schwarzen Sklaven, arabische Zwischenhändler vermittelten, Europäer sorgten für den Transport über den Atlantik.

Die Sklaven sollten arbeiten und wenig menschliche Ansprüche haben. Nach getaner Arbeit sollten sie aus dem Blickfeld verschwinden. Es war bei ihrer Einfuhr niemals beabsichtigt, sie zu Bürgern der USA zu machen. Am Anfang der Sklaverei wurde das Ende der Sklaverei nicht thematisiert.

Irgendwann wurde die Sklaverei aufgehoben. Die Schwarzen wurden Bürger der USA. Damals und noch Jahrzehnte danach wurden Studien aufgelegt, die die Frage beantworten sollten, ob Schwarze loyal zu den USA stünden.

Nach dem ersten Nachkriegs-Aufbau fehlte den Deutschen bald Arbeiter, die schmutzige Arbeit für geringen Lohn verrichten wollten. Sie warben deshalb Arbeiter aus dem Ausland an, keine Einwanderer, keine Flüchtlinge. Die Arbeiter, die aus Ländern der späteren EU kamen, wurden irgendwann zu europäischen Einheimischen. 1961 wurde zwischen Deutschland und der Türkei ein Vertrag über die Anwerbung von türkischen Arbeitskräften zum Vorteil Aller abgeschlossen. Die Deutschen brauchten Arbeiter und die Türken hatten zu viele nicht ausgebildete Arbeitslose. Die türkischen Anwerber erhielten Prämien für jeden zukünftigen türkischen Arbeiter, Zwischenhändler waren meist nicht notwendig, die Bahn sorgte für den Transport über den Balkan.

Die türkischen Arbeiter sollten arbeiten und wenige Ansprüche stellen. Nach getaner Arbeit sollten sie aus dem Blickfeld verschwinden. Es war bei ihrer Anwerbung niemals beabsichtigt, sie zu Bürgern Deutschlands zu machen. Am Anfang der Anwerbung wurde das Ende der Anwerbung nicht thematisiert.

Irgendwann wurde der Vertrag über die Anwerbung aufgehoben. Die Türken wurden Bürger Deutschlands. Damals und noch Jahrzehnte danach wurden Studien aufgelegt, die die Frage beantworten sollten, ob Türken loyal zu Deutschland stünden.

 Zusammenfassung:

Arbeitsimmigranten sind Zwangsmigranten. Sie werden zerrissen zwischen ihrer alten Heimat, die sie verkauft hat, und ihrer neuen Bleibe, die sie nicht will. Wenn die übergroße Mehrheit der Arbeitsimmigranten und ihre Nachkommen loyal zum neuen Staat sind, so ist das eine übermenschliche Leistung der Migranten.

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2 Antworten zu Einwanderungsland? – Türken in Deutschland

  1. Ingo schreibt:

    Das Facebook Gefaellt mir Button Plugin waere super. Oder habe ich es nicht gesehen?

  2. Steffen schreibt:

    Interessanter Artikel! Ich werde da noch mal nachhaken!

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