Hilde mit dem Magengeschwür

Aus der Basler Zeitung vom 06.03.2012

http://bazonline.ch/ausland/europa/Der-heitere-Provokateur/story/29640639

Broder erzählt von Hilde Scheidt, der grünen Aachener Bürgermeisterin: «Sie hat eine aktive Nazi-Szene vor der eigenen Haustür. Sie sagt aber, man muss Israel kritisieren dürfen, weil die israelische Regierung ihr Land ins Unglück stürzt. Und dazu fühlt sie sich als Bürgermeisterin von Aachen unbedingt berufen. Vielleicht», so spottet Broder, «können wir beide hier im Café ja die ökonomischen Probleme Chinas lösen.»

«Sie sind ein Faschist und ein Undemokrat. Solche Leute brauchen wir nicht in Deutschland. Gehen Sie doch zurück nach Israel zu Ihrer faschistoiden Regierung.» Solche Beschimpfungen erhält Broder täglich. Man könnte nun meinen, er sei ein bitterer Mensch. Doch selten hat man einen Journalisten gesehen, der so viel Spass an seinem Beruf gehabt hätte. Das Arbeiten im Zeitalter des Internet bereitet ihm eine geradezu kindliche Freude: Da könne man mit seinem Laptop in einem Krakauer Café sitzen, schnell einen Kommentar schreiben, und über Nacht kämen über 500 wütende Reaktionen, wunderbar. Keine Frage, er provoziert gerne. Nicht mal die schlimmsten Schmähungen machen ihm etwas aus. Er erinnert an die Aachener Bürgermeisterin: «Solange die ein Magengeschwür bekommt, und nicht ich, ist alles in Ordnung.» Er hat sich eingerichtet mit seinen friedensbewegten Deutschen. Seinen Aussenseiterstatus scheint er zu geniessen. Vielleicht das Beste, was man tun kann in einem Land, in dem viele glauben, Israel bedrohe Iran und nicht umgekehrt.

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4 Antworten zu Hilde mit dem Magengeschwür

  1. Jochen Haritz schreibt:

    Jetzt sollte es aber wirklich genug sein. Macht Schluss!
    Sollte Hilde Scheidt Eurer Meinung nach bei ihrer
    Büßer-Reise nach Jerusalem unbedingt einen Umweg über Canossa machen?
    Dann sagt es ihr.
    Zwanzig Jahre lang waren wir ihr/ sie uns -Jüdische Gemeinde- durchaus gewogen, das wollen
    wir bei allem momentanen begründeten Ärger nicht ganz vergessen.

    • anti3anti schreibt:

      Lieber Jochen,

      ich finde es bewunderungswürdig, mit welchem Elan Du Dich für eine Judenkritikerin einsetztest. Ralph Giordano und HM Broder sind doch Juden? Wie sehr wirst Du Dich dann für Juden einsetzen?

      Der Artikel „Hilde mit demMagengeschwür“ stammt nicht von mir. Ich habe den aus der Schweiz offen zugänglichen Artikel in Aachen verbreitet, um HM Broder zu gefallen. Christen nennen dieses Vorgehen „Evangelisation“ und sind begeistert.

      Die Aachener Bürgermeisterin wird von HM Broder und mir bestens unterrichtet: Frau Scheidt weiss bescheid. Sie weiss, dass wir eine öffentliche Entschuldigung erwarten, eine Rücknahme ihrer Judenkritik, dass nicht nur grün-pazifistische, angepasste Juden in Aachen erwünscht sind. Ralph Giordano und HM Broder, die keine Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Aachen sind, ist das Jüdische Hemd näher als der Aachener Rock. 20 Jahre finanzielle Unterstützung der Jüdischen Gemeinde Aachen aus der Privatschatulle Hilde Scheidts sind nicht zu verachten, wiegen jedoch eine beleidigende Judenkritik an Nicht-Aachener Juden nicht auf.

      Hat der Vorstand der Jüdischen Gemeinde Aachen überlegt, mit HM Broder direkte Gespräche zu führen. Es muss ja nicht in Aachen sein, wo man ihn nicht braucht.

      Ich wünsche Dir eine gute Woche
      Nathan Warszawski

      PS:
      Verstehe ich Dich richtig, dass Frau Scheidt nach Jerusalem reisen will? Hat sie keine Angst vom Bösen Netanjahu, der einen Weltkrieg riskiert, nur um läppische 6 Millionen Juden in Israel zu schützen? Wie stehen ihre Parteigenossen zu dieser Reise? Wird sie sich in Jerusalem fühlen wie ein Jude in Aachen?

  2. Fredrik schreibt:

    Gefaellt mir sehr die Seite. Tolle Themenwahl.

  3. Darko schreibt:

    Worten sollten Taten folgen.

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