Aachener Zeitung kann sich weder vom Rassismus, noch vom Antisemitismus befreien

Leserbriefe verraten mehr über die Zeitung, in der sie erscheinen, als es den Redakteuren lieb ist. In medizinischen Fachzeitschriften überwiegen Leserbriefe der Fachärzte, denn die Zeitung wird ihretwegen herausgegeben. Im „Tierfreund“ werden ausschließlich Briefe von Tierfreunden veröffentlicht. Wen wundert es?

Nur in der Aachener Zeitung soll es sich nach Meinung der Redaktion vollkommen anders verhalten.

Am Freitag, 02. März 2012, teilen sich Leserbriefe zweier verwandter Themen (Rassismus und Antisemitismus) beinahe die ganze Seite sieben. Vier Briefe behandeln den Rassismus des Aachener Karnevals (Afrikaner erhält Banane von mit Karnevalsorden bedachten Neonazi), acht Briefe beackern das ewige Thema Israelkritik – Antizionismus – Antisemitismus (Es geht um das Verhalten der Grünen Bürgermeisterin Frau Scheidt gegenüber HM Broder). Drei der vier Briefe über Rassismus greifen den Karnevalsverein an, sieben der acht Briefe über Antisemitismus greifen Broder an. Einer davon überschreitet die auch in Aachen bisher respektierte rote Linie zum Antisemitismus: „ … menschenverachtende Palästinenserpolitik des israelischen Staates … beispiellosen Menschenvernichtungspolitik des Dritten Reiches …“. Doch der Antisemitismus ist ein Chamäleon, der sich ständig wandelt (Zitat aus: Der Jüdische und der Nicht-Jüdische Antisemitismus – Der Jude als Menschenopfer).

– By the way, ein jüdischer Witz: In der U-Bahn von New York liest ein black man eine jiddische Zeitung. Da tippt ihn einer auf die Schulte. Neger alleine reicht nicht? – Der Witz gewinnt in Aachen eine neue Dimension. Was wäre, wenn Broder dunkelhäutig wäre? –

Ähnlich der Kinder- und Greisensoldaten als letztes Aufgebot, das restgroßdeutsche Reich zu verteidigen, hat sich nun ein ehemaliger Vorsitzender des Aachener Friedenspreises an die Arbeit herangewagt, Hilde Scheidt vom Antisemitismus reinzuwaschen. Jeder lese selber, ob es ihm geglückt ist.

Der Artikel ist in Broders „Die Achse des Guten“ erschienen, der bald in ganz Deutschland und anschließend weltweit in allen zivilisierten und nicht- zivilisierten Ländern von den Meinungseliten gelesen werden wird. We ihn bald liest, bewahrt den Wissensvorsprung gegenüber der Welt.

Nachspiel in Aachen:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/nachspiel_in_aachen/

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3 Antworten zu Aachener Zeitung kann sich weder vom Rassismus, noch vom Antisemitismus befreien

  1. Gernot schreibt:

    Super, dass hier regelmaessig soviel Zeit vor dem Computer verbracht wird.

  2. Elias schreibt:

    Vorbildlich, dass hier haeufig geschrieben wird.

  3. Marcel schreibt:

    Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

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