Sisyphus in Aachen

Aachener Polizei macht Druck im Kampf gegen Rechts

Es hat sich herumgesprochen. Nicht nur in NRW und in ganz Deutschland, auch im nahen Ausland: In Aachen regiert der braune Mob mit. Reiche Holländer haben Angst, in Aachen ihre niederländischen Euros auszugeben. Deshalb macht die Polizei Druck im Kampf gegen Rechts.

Kann die Polizei reparieren, wo Gesellschaft, Staat, Stadt, Stadtrat, Bürgermeisterin, Kirchen, Schulen, Pazifisten (HM Broder: rotes friedensbewegtes Pack), Antifaschisten, Zeitungen, Jugendamt und Parteien jämmerlich versagt haben? Wird der Polizei ausgerechnet in Aachen das Kunststück gelingen? Wünschen wir den Waagemutigen Glück und Erfolg!

Man sollte den Dom in der Stadt lassen. Außerhalb der Karnevalszeit wird dem Dunkelhäutigen keine Banane unter tosendem Beifall überreicht. Wer kein Jude ist und weder äußerlich, noch innerlich HM Broder ähnelt, wird nicht von Stadtabgeordneten und den Meinungsmonopolisten der Stadt verwiesen.

Woher kommt der braune Bodensatz? Wer unterhält ihn? Sind es etwa die weiter oben genannten Organisationen, die den bürgerlichen Rassismus, die bürgerliche Fremdenfeindlichkeit, die bürgerliche Gewaltverherrlichung und den bürgerlichen Antisemitismus vorleben, und dann laut aufschreien, wenn ihre Erziehung die ungewollten voraussehbaren Früchte trägt?

Ein lokal bedeutender selbsternannter Nazijäger, der nur wegschaut, wenn das Opfer ein israelischer Jude ist, hat klar und fachmännisch erkannt, dass Web-Seiten an den Leserkommentaren politisch eingeordnet werden können. Gilt diese tiefe Aussage auch für Zeitungen? Ja! Denn digitale Fläche ist billig und jeder schreibt schnell und gedankenlos seine Meinung. Zeitungspapier ist teuer. Leserbriefe werden handverlesen, so genügend zur Disposition stehen, was bei der AZ/AN als sicher angenommen werden darf. Somit lässt sich die Ideologie der Presse-Tendenzbetriebe an ihren Leserbriefen erkennen.

Ich traute meinen Augen nicht, als ich die Leserbriefe vom Montag, 27.02.2012 las. Es fing naiv an.

Eine Leserin fordert den Aachener Karnevalsverein auf, tolerant und sensibel zu werden. „Mehr Toleranz und Feingefühl gegenüber Mitmenschen, sein sie alt, krank, arm, homosexuell, … “.

Doch dann kam es weniger lustig. Drei Meinungen über die Bombardierung Dresdens im letzten Kriegsjahr prangen ganz oben auf der Seite. Ich zitiere alle drei:

„ Der Angriff auf Dresden … war der Höhepunkt des … Terrorbombenkrieges … ein Terrorangriff ohne völkerrechtliche Deckung.“

„Wie kann man in einem Jahr schon wieder 10.000 Tote verleugnen? Vor einem Jahr waren es noch 35.000 Tote … 250.000 sind … realistisch.“

„Der eigentliche Skandal ist die auf maximal 25.000 heruntergelogene Opferzahl … kann man nur mit der Niedertracht eines Holocaustleugners vergleichen … ähnliche Aussagen auf das Vernichtungslager Auschwitz …“

Ich erwarte zuviel. Der Bürger ist nicht sensibel. Er hält eine einem Afrikaner am Karneval angebotene Banane für einen gelungenen Scherz, eine einseitig antisemitische Ausstellung über das Leid der Palästinenser für eine gelungene Aufklärung, eine Lobpreisung auf einen Antijudaisten für eine friedenssichernde Maßname und Dresden einen Vergleich mit Auschwitz würdig.

Der Aachener Polizei steht eine Sisyphus-Arbeit bevor. Sobald der Stein nach oben gestemmt worden ist, stößt ihn der Aachener Bürger in bester Absicht wieder herunter.

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