Jesus und Raheb – Fortsetzung

Je näher der Tag der Medienpreisverleihung heranrückt, desto mehr Bodensatz wirbelt an die Oberfläche des Brackwassers. Sobald der Auftrieb versiegt, kehrt der Bodensatz zu seinem ursprünglichen Platz zurück, dort wo er hingehört.

Zwei ähnliche Meinungen aus dem klerikalen Extremismus trotz unterschiedlicher Herkunft.

http://www.derisraelit.org/2012/02/solidaritat-mit-pfarrer-mitri-raheb.html

Solidarität mit Pfarrer Mitri Raheb

Als [ultra]orthodoxe und(!) friedensliebende Juden begrüßen wir jeden Schritt zur Versöhnung mit dem palästinensischen Volk und mit Menschen muslimischen oder christlichen Glaubens [nicht mit Juden].

Von daher beglückwünschen wir – vor allem auch im Namen palästinensischer Juden [nebbich] – Pfarrer Raheb aus tiefstem Herzen zur Verleihung des diesjährigen Deutschen Medienpreises!

http://www.paxchristi.de/news/kurzmeldungen/one.news.km/index.html?entry=page.news.km.831

pax christi gratuliert Pfr. Dr. Mitri Raheb zum Deutschen Medienpreis.
[Katholiken gratulieren einem Evangelischen! Antisemitismus bindet! Der Feind meines Feindes ist mein Freund, Cлaвa  Стаинy.]

Doch nicht Antisemitismus in Deutscher Sprache soll hier Thema sein, sondern die Frage, warum ein christlicher Palästinenser sich gegen Juden stellt. Es gibt Antworten.

Während offiziell lediglich 20% der deutschen Bevölkerung Antisemiten sind, liegt der Prozentsatz bei Arabern und Muslimen weitaus höher als 50%. In vielen arabischen und muslimischen Ländern ist Antisemitismus Staatsdoktrin.

Ap­pease­ment, das nicht zufällig aus dem lateinischen Wort für Frieden „pax“ herrührt und weiter oben unbedeutende Erwähnung findet, ist, ein Krokodil zu füttern, um als letzter von ihm gefressen zu werden.

In allen arabischen und muslimischen Ländern schwindet die Zahl der Christen. In einigen ist ihre Ausrottung vor Jahrhunderten geglückt, in anderen momentan in vollem Gange. Der Gazastreifen ist nicht nur judenrein, sondern so gut wie christenfrei. In der von muslimischen Palästinenser in Eigenregie verwalteten Westbank werden auf Grund Zahlungen westlicher Länder Christen nicht wie in Ägypten in ihren Kirchen verbrannt, sondern zur Ausreise animiert. Viele europäische Staaten erfahren bedeutende Zuwächse an Muslimen oder Arabern und unbedeutende Zuwächse an Christen aus muslimischen oder arabischen Staaten. Ähnlich im Kernland des Jüdischen Staates Israel. Hier nimmt die Zahl der christlichen Araber zu, wenn auch nicht so rasant wie die der muslimischen Araber.

Die christlichen Palästinenser wissen, dass ihre Tage im arabisch beherrschten Heiligen Land bald zu Ende gehen werden. Sie wehren sich, indem sie vor den muslimischen Potentaten buckeln, sich antisemitischer als Antisemiten gebärden. Wie ultra-orthodoxen Juden.

Solange anständige Juden Europa bevölkern, werden ultra-orthodoxen Juden nicht verfolgt werden. Erst wenn der letzte undogmatische Jude ein europäisches Land verlassen hat, geht es den ultra-orthodoxen an den Kragen. Nicht so bei den palästinensischen Christen.

Die wenigsten Christen haben die Aussicht, nach ihrer Vertreibung aus der Westbank und Jordanien in der Nähe in Israel eine Bleibe zu finden. Am ehesten noch Pfarrer Raheb, der über gute Beziehungen zu israelischen Juden verfügt, denn er ist wie sein Herr ein vorsorgender Vater. Die Christen werden vertrieben werden, ohne dass vorher den Juden Israels ein Leid angetan wird, da diese gelernt haben, sich wirksam zu verteidigen.

Wer meint, dass die christlichen Palästinenser nach ihrer Vertreibung aus der Heimat und ihrer Aufnahme in europäischen Gefilden, ihren Hass auf Juden ablegen werden, der irrt. Zu tief sitzen die 2.000jährigen Ressentiments. Zu sehr ähneln ihre Ansichten denen der neuen Umgebung.

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Eine Antwort zu Jesus und Raheb – Fortsetzung

  1. Rika schreibt:

    @ „Die christlichen Palästinenser wissen, dass ihre Tage im arabisch beherrschten Heiligen Land bald zu Ende gehen werden.“

    Und, so denke ich manchmal, die christlichen Kirchen hierzulande wissen das auch. Doch statt das auf die Tagesordnung zu setzen und den Druck der Muslime auf die Christen öffentlich zu machen und so ihm entgegen zu wirken, verlassen sie sich auf die „Krokodilmethode“, d. h. sie verklären den Islam zur „Friedensreligion“ und halten Übergriffe auf Chriten für die Taten „islamistischer“ Einzeltäter und beschönigen, wo sie nur können, das Verhalten der arabischen Muslime.
    Und sie tun das, was sie schon immer gut gekonnt haben, sie schicken einen Sündenbock in die Wüste – und wer würde sich im „Heiligen Land“ dazu besser anbieten als die Juden / Israelis, die doch in christlicher-Sündenbock-Strategie ohnehin schon auf eine lang vertraute und bewährte „Tradition“ zuückblicken können….. Ich weiß, ich schreibe hier puren Sarkasmus, habe aber fast keine Ahnung mehr, wie ich es anders ausdrücken könnte.
    Mein Kommentar bei „der israelit“ wurde ja entsprechend geschmeidig erwidert… Da fehlen mir dann einfach die Worte!
    Zumal mich das Verhalten des „Rabbis“ dann doch fassungslos macht. Ich will mich aber keineswegs in „innerjüdische Diskussionen“ einmischen und habe darum auch „nur“ aus der Position der Christin geschrieben, die einen Christen kritisiert.
    „Was kann man sonst auch tun?“ fragt ratlos
    Rika

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