Aktivisten schlagen zurück

Aktivisten schlagen zurück und greifen eine deutsche antiisraelische Bürgermeisterin an.

Von BENJAMIN WEINTHAL

KORRESPONDENT der JERUSALEM POST

18.02.2012

Pro-Israel-Aktivisten greifen eine deutsche Grüne Bürgermeisterin in Aachen an, die eine Kampagne gegen Israel ausgelöst hat.

BERLIN –  Deutsche Pro-Israel-NGOs haben ihre Kritik an eine Grüne Bürgermeisterin in Aachen verstärkt, die eine Kampagne gegen Israel und bekannte Deutsche Juden ausgelöst hat.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) in Aachen griff letzte Woche vehement die Bürgermeisterin Hilde Scheidt an, weil sie durch ihr politisches und mediales Wirken versuchte, das Ansehen der DIG und der Deutsch-Jüdischen Autoren Henryk M. Broder und Ralph Giordano zu schädigen.

„Es ist absurd, wenn eine Bürgermeisterin versucht, einen Aachener Kreis von Freunden des Staates Israel als rechtsgerichtete Organisation hinzustellen“, so die DIG.

„Die Bürgermeisterin macht geltend, dass ´Broder spaltet, Konflikte hervorruft und davon lebt´. Dieser Satz erinnert an die unaussprechliche antisemitische Rhetorik vergangener Zeiten“, setzt die DIG fort.

Broder, der allgemein als die führende Autorität des modernen Antisemitismus in Deutschland gilt, schrieb am Freitag der Jerusalem Post, dass Aachen „eine abstoßende und verseuchte Stadt“ sei, „halb Grün [wegen der Partei ´Die Grünen´] und halb braun [wegen der nazistischen Kameradschaft Aachener Land].

Sacha Stawski, Vorsitzender der Frankfurter NGO Honestly Concerned, sagte der Jerusalem Post am Samstag, dass die Berichterstattung der lokalen Presse es Scheidt ermöglicht hat, eine Hetzkampagne gegen Juden und Israel aufzubauen. Seine Gruppe, die Zeitungen beobachtet, hat „den Schluss gezogen, dass die Berichterstattung der Aachener Zeitung und der Aachener Nachrichten zumindest in diesem Fall nicht nur unsachlich, sondern auch einseitig und stark meinungsorientiert sei. Und schlimmer: Sie hetzen nicht nur gegen Henryk Broder, sondern in Wahrheit gegen alle Freunde des Jüdischen Staates.“

Dr. Nathan Warszawski, ein prominentes Mitglied der Jüdischen Gemeinde Aachen, sagte der Jerusalem Post am Freitag, dass die Berichte der verbundenen Aachener Zeitungen „ziemlich antijüdisch“ seien.

Alexander Drehmann, Sprecher der Jüdischen Gemeinde Aachen, sagte der Jerusalem Post, dass die Jüdische Gemeinde einigen Journalisten der Aachener Nachrichten aufgrund ihrer Berichterstattung über Israel und der Jüdischen Gemeinde Interviews verweigere.

Als er über seine Berichterstattung und der seiner Kollegen befragt wurde, antwortete der Politik-Reporter Peter Pappert der Jerusalem Post, dass „der Vorwurf, dass unsere Zeitung ´eine Kampagne gegen Israel und die Juden führt´, falsch und absurd ist. Die Position unserer Zeitungen und unserer Artikel sind eindeutig gegen Antisemitismus gerichtet und Israel freundlich.

Pappert schrieb letzte Woche einen Artikel, in dem er Broder angriff.

Stawski und Warszawski sagten, dass Papperts Artikel voller Falschmeldungen seien. Drehmann, der in Papperts antiisraelischen Artikel falsch zitiert wurde, sagte der Jerusalem Post, dass es ihm nicht erinnerlich sei, gesagt zu haben, dass Scheidts Israelkritik „nicht klug“ sei.

Kritiker argumentieren, dass durch eine Reihe von Artikeln von Pappert, Joachim Zinsen und Matthias Hinrichs, die Aachener Zeitung Scheidt ermutigt hat, die Flamme des Antisemitismus zu entfachen. Zinsen zitierte ultra-orthodoxe Juden, die Israel häufig mit Nazi-Deutschland und dem früheren südafrikanischen Apartheid-Staat gleich setzten.

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