Jesus und Raheb

Dr. Mitri Raheb erhält am 24. Februar 2012 den Deutschen Medienpreis 2011. Dr. Mitri Raheb ist Palästinenser, Christ, evangelischer Pfarrer und Bürger Bethlehems. Die Laudatio hält der ehemalige Bundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog.

Dr. Raheb ist ein Freund der Juden, denn er gestattet ihnen, in einem Gebiet zwischen Mittelmeer und Jordan zu leben und sich dort selber zu regieren. Das sollte der Medienpreis incl. Laudatio wert sein.

Stutzig macht mich Rahebs öffentliche Verlautbarung, dass Jesus kein Jude, sondern Palästinenser gewesen sei und dass er, Raheb, und manch anderer Bewohner Bethlehems näher mit Jesus verwand seien als Benjamin Netanjahu.

Der Mann hat Recht!

Um die Gedanken zu analysieren, beschränke ich mich auf die drei Eckpunkte, welche sind:

§ Ehemaliger Bundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog
§§ Pfarrer Raheb
§§§ Jesus von Nazareth

§ Was fällt dem unvoreingenommen Leser beim Begriff „Ehemaliger Bundespräsident“ ein?
Kleinlicher Eigennutz. Günstige Kredite. Vox populi vox Bild.

Eigentlich könnte doch der ehemalige Bundespräsident Wulff die Laudatio halten. Für 199.000 € jährlich …

Vergessen wir Punkt §.

§§ Mit welchen Gedanken verbindet der voreingenommene Leser mit präpubertierenden Söhnen das Wort „Pfarrer“? Würden Sie einem Menschen mit dieser Berufsbezeichnung ihre Kinder anvertrauen und gut schlafen?

Vergessen wir Punkt §§.

Kommen wir endlich zum bedeutenden und wichtigen Punkt §§§: Jesus von Nazareth.

Vor 2.000 Jahren siedelten Juden im Nahen Osten auf beiden Seiten eines trüben Rinnsales, den sie Jordan nannten. Der Jordan war zu schmächtig, um eine Grenze zu bilden. Knapp 2.000 Jahre später herrschten dort die Briten als Herren über ein Mandat, das sie „Palästina, engl. Palestine, arab. Filistin“ nannten. Auf Hebräisch heißt dieses Gebiet „Eretz Jisrael“, „Land Israel“. Münzen aus der Mandatszeit zeigen friedlich vereint die drei Namen auf Englisch, Arabisch und Hebräisch. Die Bewohner Palästinas nannten sich „Palästinenser“, ob sie, geordnet nach Anzahl der Gottheiten, Atheisten, Juden, Moslems, Drusen, Bahais oder Christen waren. Gut zu erkennen ist dies an der bekanntesten israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“, die zur britischen Mandatszeit „Palestine Post“ hieß, ohne jemandes Missfallen zu erregen (Ich meine den Namen, nicht den Inhalt der Zeitung).

Das Mandatsgebiet Palästina entsprach in etwa dem jüdischen Siedlungsgebiet vor 2.000 Jahren.

Somit war Jesus Palästinenser!

Es lässt sich unschwer nachvollziehen, dass Pfarrer Raheb und viele andere Bewohner Bethlehems Nachkommen von Jesus sind. Nicht weil Jesus in Bethlehem geboren wurde, denn er war wohl niemals in dieser schrecklichen, von fliegenden Händlern belagerten Kleinstadt gewesen. Bethlehem, die Stadt des Juden David, den es nach Pfarrer Raheb niemals gab, womit er wahrscheinlich Recht hat, wurde aus politischen und religiösen Gründen zu Jesus Geburtsstadt deklariert. Nach einhelliger Meinung bedeutender Historiker hat er weiter im Norden, in der Nähe von Nazareth das Licht der Welt erblickt.

Doch wie kommen dann die Einwohner der heutigen Bethlehems zu der Ehre, Nachkommen von Jesus zu sein?

Von Dan Brown wissen wir, dass Maria Magdalena das einzige Kind von Jesus in Frankreich geboren hat, dessen Nachkommen dort die Königskrone ergatterten. Doch nicht alle Nachkommen. Einige wurden Kreuzritter, die nach getanem Morden in Jerusalem ihren natürlichen Trieben den freien Lauf ließen. Bethlehem ist von Jerusalem leicht zu Fuß zu erreichen, erst recht mit PKW, Maulesel oder Pferd.

Außerdem gibt es Strömungen in der seriösen Wissenschaft, die bezweifeln, dass Jesus überhaupt gelebt hat. Alle Berichte über ihn erschienen post mortem. Die vier Hauptberichte, auf denen sich alle Gläubigen und Ungläubigen berufen, stammen von vier Juden, denen bis heute nicht nur Antisemiten und Araber nicht über den Weg trauen. Oder waren die vier Evangelisten Palästinenser?

Dr. Nathan Warszawski
Ehemaliger Jüdischer Vorsitzender eines Aachener Transmissionsriemens

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Eine Antwort zu Jesus und Raheb

  1. Rika schreibt:

    Mir scheint, dass der „Meidenpreis“ beim „AA-Friedenspreis“ abkupfert. Ich meine die LISTE der Preisträger. Denn der schreckliche Pastor „aus dem Heiligen Land und Jordanien“ (oder umgekehrt), wie das Kirchengebiet offiziell heißt, in dem der Pastor sein Unwesen treibt, war auch schon einmal AA-Friedenspreisträger….

    Judenhasser aller Länder finden sich demnächst in diesen unehrwürdigen Institutionen, bzw. deren Preislisten wieder. Wie halten das die übrigen Geehrten bloss aus??? Sollten sie nicht besser ihre Preise zurückgeben???. Oder stimmen einige von ihnen heimlich mit dem Pastor und seiner seltsamen Theorie überein und unterschreiben demnächst dann auch das Kairos-Papier – äh, Pamphlet???

    Ich bin gespannt, wann der Friedenspreis des deutschen Buchhandels folgen wird … Wetten,dass…???!!!

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